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Das große Zählen, Messen und Wiegen - Tier-Inventur im Zoo: 295 Arten bevölkern die Anlagen an der Tiergartenstraße / Löwen ohne Nachwuchs

Das große Zählen, Messen und Wiegen - Tier-Inventur im Zoo: 295 Arten bevölkern die Anlagen an der Tiergartenstraße / Löwen ohne Nachwuchs

So viel steht schon mal fest: Nach Informationen von Biologe Matthias Hendel aus dem Dresdner Zoo leben insgesamt 295 Tierarten, darunter 69 Säugetier-, 102 Vogel- und 34 Reptilienarten an der Tiergartenstraße.

Wie viele Geschöpfe es insgesamt sind, wird erst Ende Januar feststehen, wenn alle Tiere - so sie sich denn nicht verstecken - durchgezählt sind.

Bereits heute muss sich Ameisenbär-Dame Juanita fürs Foto auf die Waage begeben. Eine Boa ist aufgefordert sich auszurollen, damit sie ordentlich vermessen werden kann, und die rosa Pelikane am Kanal sollen sich ordentlich in einer Reihe aufstellen, so dass sie gezählt werden können.

Zu den Tieren, die im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblickten, gehören der Nachwuchs der beiden Kugelgürteltiere Gurt und Schnalle, ein Zweifinger-Faultier, ein Weißkopfsaki (Trockennasenaffe), ein Roter Panda, sieben Kubaflamingos, elf Seidenschwänze (Singvögel) und 28 Nacktmulle. Um züchten zu können, hat der Zoo 2011 beispielsweise ein Rotes Riesenkänguru, einen Nimmersattstorch und einen Feuerwiesel angeschafft.

Allerdings sieht es ganz danach aus, als ob Jago und Layla, die beiden Löwen, diesmal und auch in den kommenden Jahren nichts zur guten Bilanz bei der jährlichen Tierinventur beitragen können. Hendel zufolge hatte man der damals einjährigen Layla in ihrem Geburtszoo in Amsterdam vorsorglich ein Implantat eingesetzt, damit sie nicht von ihrem leiblichen Vater trächtig wird. "Das war wahrscheinlich noch zu früh", vermutet Hendel. Denn bislang ist dem Pärchen, das bereits seit Mitte 2007 die neue Dresdner Löwen-Anlage bewohnt und sich eigentlich prächtig versteht, kein Nachwuchs beschieden gewesen. Ein weiteres Weibchen kommt auch nicht infrage. "Das würde Probleme geben", prophezeit der Biologe. Also werden die beiden schönen Tiere ihre Anlage weiter für sich allein haben.

Als "besondere Zugänge" vermeldet Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena vier Schmutzgeier, einen Südlichen Hornraben, zwei Darwin-Nandus und einen Ameisenbären. Den Zoo verlassen haben im vergangenen Jahr nicht nur Elefantenbulle Thabo-Umasai und die mittlerweile 20-jährige Orang-Utan-Dame Dunja, sondern auch ein Guereza-Äffchen und zwei südostafrikanische Nyala-Antilopen. Gestorben ist Giraffenbulle Abidemi.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.01.2012

Katrin Richter

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