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Das Dresdner Stadtfest 2016 geht mit etwas weniger Besuchern zu Ende

Massenschlägerei und ein Regenschirm in Gewehroptik Das Dresdner Stadtfest 2016 geht mit etwas weniger Besuchern zu Ende

Das Dresdner Stadtfest muss in diesem Jahr ein leichtes Besucherminus verkraften. Bis zu 500.000 Gäste tummelten sich auf den 90.000 Quadratmetern Festgelände. Das seien etwas weniger als im Vorjahr. Für Aufregung sorgten eine Massenschlägerei und ein Regenschirm mit verdächtigem Aussehen.

Gedränge am Sonnabend beim Dresdner Stadtfest 2016.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Das Dresdner Stadtfest muss in diesem Jahr ein leichtes Besucherminus verkraften. Bis zu 500.000 Gäste tummelten sich auf den 90.000 Quadratmetern Festgelände, etwas weniger als im Vorjahr. „Die Atmosphäre in Europa hat sich unterschwellig ausgewirkt“, meint der künstlerische Leiter Bernd Aust. Insbesondere die Zahl der 50- bis 60-Jährigen habe in den Abendstunden im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen. Diese Entwicklung sei bereits auf den Dresdner Weihnachtsmärkten zu verzeichnen gewesen, erklärt Frank Schröder, Veranstalter und verantwortlich für die Sicherheit des Stadtfestes. Trotzdem zogen er und seine Mitstreiter am Sonntagnachmittag eine überwiegend positive Bilanz.

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Das Dresdner Stadtfest 2016 am Sonntag

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Die Dresdner Polizei registrierte Einsätze „wie bei großen Volksfesten üblich.“ So gerieten bei einer Schlägerei unterhalb der Augustbrücke (Neustädter Seite) in der Nacht zum Sonntag bis zu 30 Personen aus Nordafrika und Deutschland aneinander. Sechs Personen wurden verletzt, drei Tatverdächtige festgenommen. Für Aufregung sorgte am Sonnabend eine schwarz gekleidete Person, die scheinbar ein Gewehr über der Schulter trug. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei jedoch um einen Regenschirm in Gewehroptik, der für die Dauer des Festes in Polizeigewahrsam genommen wurde. Die Polizei beschlagnahmte unter anderem auch ein Einhandmesser, einen Teleskopschlagstock, Pyrotechnik und Betäubungsmittel. Außerdem muss sich ein 24-Jähriger verantworten, der am Freitag gegen 22 Uhr unangemeldet eine Drohne über dem Festgelände fliegen ließ.

Das Dresdner Stadtfest 2016 ist eröffnet

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Die im Vorfeld heiß diskutierten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen sind von den Besuchern gut angenommen worden, heißt es von Seiten der Polizei und der Veranstalter. „Die Maßnahmen waren selbstverständlich, nachvollziehbar und akzeptierbar für unsere Besucher“, ist sich Veranstalter Frank Schröder sicher. „Auch in diesem Jahr erlebten die Stadtfest-Besucher ein sicheres Fest ohne besondere Vorkommnisse. Bewährt habe sich zum Beispiel ein sogenannter Verfolger, der auf das Partygelände am Königsufer gerichtet war. Mit diesen Scheinwerfern werden üblicherweise Akteure auf der Bühne ausgeleuchtet. In Dresden richtete der Verfolger sein Licht mehrmals auf Rangeleien oder hitzige Wortgefechte und brachte die derart ausgeleuchteten Personengruppen fast sofort zur Aufgabe ihres Tuns.

Alles in allem habe man ein friedliches Stadtfest mit diversen Höhepunkten erlebt, allen voran der von tausenden Schaulustigen beobachtete Kreuzgang anlässlich des 800-jährigen Geburtstags der Kreuzkirche, des Kreuzchors und des Gymnasiums.

Stanislaw Tillich im Gespräch beim Gläsernen Regierungsviertel

Stanislaw Tillich im Gespräch beim Gläsernen Regierungsviertel.

Quelle: Dietrich Flechtner

Rege besucht wurden auch die Politiker, allen voran Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der am Sonnabendvormittag zum Gläsernen Regierungsviertel geladen hatte. Draußen hatten sich auch Tatjana Festerling, Edwin Wagensveld und einige Mitstreiter mit Plakaten postiert. Ins Verkehrsmuseum, das sein 60-Jähriges feierte, zog es 13.000 Besucher – ebenfalls etwa weniger als im Vorjahr, doch da hatte Regen die Menschen in das Museum gespült. 2016 lachte dem Stadtfest mit einigen kleinen Ausnahmen der Wettergott zu.

Die knapp 400 Händler, davon 70 Prozent Gastronomen, hätten guten Umsatz gemeldet, so Schröder weiter. Ein zusätzlich aufgestellter Sendemast auf dem Festgelände sorgte außerdem dafür, dass alle Besucher durchgehend telefonieren und im Internet surfen konnten – eine durchaus angebrachte Maßnahme angesichts des aktuellen Pokémon Go-Fiebers.

Das nächste Stadtfest findet vom 18. bis 20. August 2017 statt. Das Motto steht noch nicht fest.

Von Franziska Schmieder

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