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CSD Dresden feiert mit kirchlicher Unterstützung

Christopher Street Day 2016 CSD Dresden feiert mit kirchlicher Unterstützung

Der Christopher Street Day 2016 in Dresden soll eine Feier der Superlative werden. Mit 9,2 Kilometern haben die Dresdner die längste Route in Deutschland, verrät Ronald Zenker, Vorstand des CSD Dresden. Bis zu 10.000 Teilnehmer werden erwartet, wenn die CSD-Demo am Samstag durch die Stadt zieht.

Der CSD 2015 in Dresden

Quelle: fs

Dresden. Der Christopher Street Day 2016 in Dresden soll eine Feier der Superlative werden. Mit 9,2 Kilometern haben die Dresdner die längste Route in Deutschland, verrät Ronald Zenker, Vorstand des CSD Dresden. Bis zu 10.000 Teilnehmer werden erwartet, wenn die CSD-Demo am Samstag ab 12 Uhr unter dem Motto „Warum nicht gleich?“ durch die Stadt zieht. Zum Demoende um 16 Uhr spielen auf dem Altmarkt 75 Musiker und ein 200-köpfiger Chor der Musikfestspiele Beethovens Ode an die Freude, auch das ist einmalig in Deutschland.

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Die Parade zum Christopher Street Day 2015 in Dresden.

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Das größte Novum ist die enge Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche. „Wir sind sehr froh, dass wir den Superintendenten Christian Behr als Schirmherr für den Freitag gewinnen können“, betont Zenker. Dies sei eine Premiere, noch nie habe ein Kirchenvertreter diese Rolle beim CSD übernommen.

“Die Kirchen taten sich in ihrer Geschichte oft schwer mit der Anerkennung der menschlichen und gesellschaftlichen Vielfalt“, beschreibt Behr die Gründe für sein Engagement. „Und doch gilt seit Beginn der Christenheit der Grundsatz: Vor Gott haben alle Menschen die gleiche Würde.“ Geplant ist am Freitag eine Abendandacht in der Kreuzkirche. Das Gebet ruft nicht nur zu mehr Toleranz und Gleichheit auf, sondern gedenkt auch derjenigen aus der schwul-lesbischen Gemeinschaft, die homophoben Übergriffen oder einer HIV-Infektion zum Opfer fielen.

Die Route des CSD 2016, ausgehend vom Altmarkt

Quelle:

Die CSD-Macher laden am Wochenende zudem zum Familienfest auf den Altmarkt ein, mit Riesenrad, Trampolin-Bungee, Regenbogenmanufaktur und Showbühne. „Das Wochenende kostet uns als Verein 80.000 Euro, das können wir ohne finanzielle Hilfe und Sponsoren gar nicht stemmen“, so der Finanzvorstand Matthias Eibisch.

Semperopern-Intendant Wolfgang Rothe und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) unterstützen das Wochenende als Schirmherren, unter anderem für den Regenbogen-Brunch am Sonntagvormittag. Am Sonntag um 16 Uhr enden das Festwochenende und die Kundgebungen, danach haben Vereine, Kirchen und Initiativen bis zum 3. Juni ein Programm rund ums Thema Lesbisch, Schwul, Transgender, Transsexuell und Queer in Deutschland und aller Welt auf die Beine gestellt. „Wie gut die Organisation geklappt hat, beweist was man in Dresden erreichen kann, wenn man miteinander redet“, freut sich Eibisch.

Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Der Tag erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street 1969. Neben politischen Forderungen steht beim CSD das Feiern des eigenen Lebensstils im Mittelpunkt.

Von DNN

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