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Bund gibt 50.000 Euro für das Dresdner Lingnerschloss

Bund gibt 50.000 Euro für das Dresdner Lingnerschloss

Seit der Millionenspende des Serumwerks geht die Sanierung des Lingnerschlosses mit Riesenschritten vorwärts. Allerdings verebbt seitdem der Fluss der Kleinspenden, obwohl dem Förderverein immer noch eine Million Euro fehlt, um die Rekonstruktion abzuschließen.

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Am Westflügel (l.) des Lingnerschlosses sind die Baugerüste bereits gefallen, die Arbeiter haben nun das Hauptgebäude eingerüstet.

Quelle: Martin Förster

Nun traf Hilfe vom Bund ein: Der hat 50 000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm bewilligt.

Von Heiko Weckbrodt

"Das ist super", freute sich Peter Lenk, der Vorsitzende des Lingnerschloss-Vereins, über die frohe Kunde. "Damit können wir nun die Südseite der Dachballustrade rekonstruieren." Denn das Schlossdach soll zur exklusiven Sonderveranstaltungs-Terrasse mit spektakulärem Blick ins Elbtal ausgebaut werden.

Das Geld hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages am Mittwoch im Zuge eines insgesamt 28,5 Millionen Euro umfassenden Sonderprogramms freigegeben. Von dem Paket profitieren zum Beispiel auch die Frauenkirche in Meißen, das Gut Gamig in Dohna und die Stadtkirche "St. Marien" in Pirna.

"Die Bundesmittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm sind eine wertvolle Unterstützung von herausragenden Kulturdenkmälern", kommentierte der Dresdner Bundestagsabgeordnete und Bau-Staatssekretär Jan Mücke (FDP) die Freigabe. "Ich freue mich, dass auch das Lingnerschloss davon profitiert und nun endlich mit weiteren Restaurierungsmaßnahmen begonnen werden kann."

Der "Förderverein Lingnerschloss" hatte das 159 Jahre alte Schloss des Dresdner Industriellen und Mäzens Karl August Lingner (1861-1916) im Jahr 2003 von der Stadt per Erbbaupachtvertrag übernommen und seitdem mit Spenden zu sanieren begonnen. Im rekonstruierten Ostflügel ist bereits ein Restaurant entstanden, der Westflügel steht kurz vor der Fertigstellung. Im Lingner-Jahr 2011 bekam das Vorhaben einen kräftigen Schub, als "Glaxo-Smith-Kline" fünf Millionen Euro spendete.

"Seither denken die Dresdner leider, damit sei die Sache abgehakt", berichtete Lenk. "Aber uns fehlt noch eine Million Euro." In diesem Jahr stehen unter anderem die Fassade und das Foyer des Schloss-Mittelbaus an sowie ein neues Feuerlöschbecken. Zum Schluss folgt der Innenausbau des Haupttraktes.

2014 soll das Schloss vollständig saniert sein. Kostenpunkt: insgesamt rund elf Millionen Euro.

Mehr Infos: www.lingnerschloss.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.05.2012

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