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Blut, Leidenschaft und Weltrekord: Seifenkistenrennen lockt Hunderte Dresdner zur Saloppe

Blut, Leidenschaft und Weltrekord: Seifenkistenrennen lockt Hunderte Dresdner zur Saloppe

Hunderte Dresdner haben am Sonntagnachmittag das 13. Seifenkistenrennen in der Geschichte der Stadt erlebt. Die Zuschauer wurden Zeugen halsbrecherischer Fahrmanöver, gestalterischer und sportlicher Höchstleistungen, internationaler Verbrüderungen und eines neuen Weltrekordes.

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Teil 1 der Django-Hommage beim 13. Dresdner Seifenkistenrennen.

Quelle: Tanja Tröger

Laut amtlichem Endergebnis siegte der "Vorstadt"-DeLorean knapp vor dem TU-Team "Rollwerk" und dem Little-John-Bikes-Team.

Passend zum krummen Jubiläum rollten 13 Gefährte mit todesmutigen Frauen, Kindern und Männern die Startrampe hinunter. Die wohl am weitesten angereiste Mannschaft vertrat die Seifenkistenrennen-Metropole Leipzig, Heimatstadt des 2009 viel zu früh verstorbenen legendären Moderators Paul Fröhlich. In Gedenken an den besten Seifenkisten- und Badewannenrennen-Sprecher aller Zeiten kämpften die Teams an der Saloppe auch um den Paul-Fröhlich-Pokal.

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In abenteuerlichen Gefährten stürzten sich 13 Teams den Saloppe-Hang hinab und quälten sich anschließend wieder hinauf.

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Zwei Wertungsfahrten zum Elbufer hinab galt es zu überstehen, und zwischendrin mussten die Gefährte nach einem Massenstart wieder bergan geschoben werden. Die Titelverteidiger vom Café Vorstadt knackten bei der Saloppe-Abfahrt die bestehende Bestmarke von 1:23 Minute. In ihrem DeLorean-Nachbau rasten sie in 1:14 Minute ins Ziel - dank Zeitgutschrift beim Büchsenwerfen-Boxenstopp erreichten sie sogar 1:11 Minute. Auch bergan waren „Back to the Vorstadt“ und das Uni-Team „Rollwerk“ mit ihrem futuristischen Eigenbau nicht zu schlagen. Hingegen mussten die Schwergewichte „Freds fetziger Hopfenfestrennflitzer“, der rollende Jahrmarktstand des Waterloo Twister Gypsy Teams und die Kutsche der „Blutigen Stiefel“ vom Safety Car nach oben geschleppt werden.

„Leute, dat is jefährlisch!“

Überhaupt: die Sicherheit. Nahezu minütlich mussten die schwarz-weiß-gestreiften Herren Moderatoren die euphorischen Zuschauer ermahnen, keine Absperrungen zu übertreten. Schließlich galt es, die Strecke und speziell die berüchtigte Sax-Haarnadelkurve „ohne Publikum zu nehmen“. Letztlich fruchteten die Ordnungsrufe, abgetrennte Gliedmaßen oder Schlimmeres waren nicht zu beklagen.

Dafür gezogene Zähne: Zwei Teams muss der jüngste Tarantino-Film „Django Unchained“ derart beeindruckt haben, dass sie mit kutschenartigen Gebilden samt Zahn auf dem Dach starteten – ein „Dental-Deja vu“, wie es das Moderatorentrio ausdrückte. Liebling der älteren Dresdner war sicherlich der winzige Hecht-Straßenbahnwagen des Elbe-Labe-Teams – ganz besonders, weil er die Nummer 11 der „Schienenersatzverkehr-Linie“ trug. Das schmale Gefährt bestand übrigens den Elchtest nicht.

ttr

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