Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Ausstehende Mieten: Freistaat verklagt Zwingerfestspiele

Ausstehende Mieten: Freistaat verklagt Zwingerfestspiele

Dresden. Der Freistaat Sachsen hat die Dresden Event GmbH, die die Zwingerfestspiele veranstaltet, auf knapp 60.000 Euro ausstehende Mietzahlung verklagt.

Das bestätigten Ralf Högner als Sprecher des Landgerichts Dresden und Christian Striefler als Direktor des Staatsbetriebs Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, dem der Dresdner Zwinger obliegt.

"Es gab für uns triftige Gründe, Klage zu erheben", sagte Striefler. Für die erste Miet-Rate sei am 22. August Zahlungsziel gewesen. Trotz Mahnungen habe es keine Reaktion gegeben. Am 25. August ist dann die Mietforderung am Landgericht eingegangen, wie Sprecher Högner bestätigte. Laut Striefler geht es um 59.900 Euro - Geld, das er dringend zur Pflege von Schlössern und Parks brauche. Die zweite Rate sei bis spätestens Ende Oktober fällig, so Striefler. Insgesamt summiere sich die Miete für den Dresdner Zwinger damit auf 110.000 Euro. Sander habe ihm gegenüber versichert, diese Woche die erste Rate begleichen zu wollen. Dann würde der Freistaat die Klage zurückziehen.

dpae60ec3b21c1312635606.jpg

Der Zwinger war bereits früher Schauplatz illustrer Feste.

Zur Bildergalerie

Offenbar ist die Mietforderung des Freistaats aber nur die Spitze des Eisbergs. Mehrere Dienstleister, die anonym bleiben wollen, weil sie Repressalien von Seiten des Tourismusverbandes fürchten, sprachen gegenüber DNN von knapp einem Dutzend kleinerer Zulieferer und Serviceanbieter im Bereich Gastronomie, Bühnenaufbau und Bühnentechnik, die insgesamt bis heute nicht beglichene Forderungen von rund 280.000 Euro geltend machen würden.

Das Gerücht, die Dresden Event GmbH stehe unmittelbar vor einem Insolvenzantrag, erhärtete sich am Dienstag nicht. Geschäftsführer Ralph Sander wies das als hochspekulativ zurück. "Da ist nichts dran", so Sander gegenüber DNN. Der Festspiel-Chef räumte jedoch ein, dass es "noch jede Menge zu zahlen gibt". Allerdings habe die Firma auch noch jede Menge zu bekommen - wie viel und von wem wollte Sander nicht sagen. Spätestens Ende Oktober wolle er eine abschließende Finanz-Bilanz vorlegen.

Am 21. August waren die Festspiele nach 17 Vorstellungen mit rund 25.000 Besuchern zu Ende gegangen. Die Auslastung habe bei 80 Prozent gelegen.

Ralf Redemund

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard

Viele können ihn kaum erwarten, den Herbst. Denn dann geht es mit Korb und Messer los in den Wald, um Pilze zu sammeln. Gut, wenn man sich ein wenig in Sachen Pilzen auskennt. Wir verlosen drei Bücher "Welcher Pilz ist das? Extra. Pilze und ihre Baumpartner" vom Kosmos Verlag. mehr