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Auftritt in Dresden: Magische Momente mit den Ehrlich Brothers

Auftritt in Dresden: Magische Momente mit den Ehrlich Brothers

Wenn die Ehrlich Brothers zentnerschwere Bahnschienen zu einem Herz verbiegen oder mit einem Motorrad aus einem iPad fahren, wenn sie aus einem Kern ein Orangenbäumchen wachsen lassen oder eine Papierblume zu einer duftenden Rose erblüht, werden die Zuschauer wieder in ihre Kindheit versetzt.

Scheinbar unerklärliche Illusionen gehören zu der Tour "Magie - Träume erleben!" der Zauberbrüder, die am 16. April in der Messe zu sehen ist. Mit mehr als 200 000 Besuchern und über zehn Millionen TV-Zuschauern verbuchen die Ehrlich Brothers den größten Erfolg, der jemals deutschen Zauberkünstlern zuteil wurde. Die Besucher erwartet eine Show aus Magie, Theater und Pop, die von den Brüdern kreiert wurde.

13 nationale und internationale Auszeichnungen hat das sympathische Duo, bestehend aus Chris und Andreas Ehrlich, bereits ergattert. Dabei wurden sie 2004 und 2013 mit dem Oskar der Zauberkunst ausgezeichnet: dem "Magier des Jahres" vom Magischen Zirkel Deutschland. Mit ihren Illusionen gastierten sie bereits in den USA, Moskau und den Bahamas. Der Meister des Löffelverbiegens, Uri Geller, war so begeistert von der Illusion der Bahnschienen, dass er die Brüder aus Westfalen kurzerhand zu sich nach London einlud und sich das Unfassbare in seinem Garten zeigen ließ. Der US-amerikanische Großmagier David Copperfield wollte den beiden sogar zwei ihrer Nummern abkaufen. "Das war eine Ehre für uns und wir haben lange überlegt", erzählt Chris Ehrlich. "Unser Vater sagte jedoch, wenn unsere Illusionen so gut sind, dass Copperfield sie haben will, dann müssen wir damit auf Tour gehen." So war der Anstoß gegeben und seit 2012 sind die Ehrlich Brothers fast ununterbrochen auf Tour. Und dies so erfolgreich, dass "Magie - Träume erleben!" um über 100 Shows in ganz Deutschland verlängert wurde. Die sächsische Landeshauptstadt ist einer der auserwählten Zusatzorte.

Die Erfolgsgeschichte der Zauberbrüder begann vor vielen Jahren mit einem Weihnachtsgeschenk in der Stadt Bünde in Ostwestfalen-Lippe. Als Achtjähriger wünschte sich Andreas Ehrlich, der Ältere der beiden, einen Zauberkasten. Schon vor der Bescherung fand er diesen und übte heimlich. "Anfangs war ich noch seine Assistentin" sagt der jüngere Bruder Chris Ehrlich lachend. Die beiden führten ihre Kunststücke vor der Familie und Freunden auf. Dabei bauten sie ihre Requisiten selbst. "Mein Bruder wollte mich auf einer wackeligen Konstruktion schweben lassen. Diese ist zusammengebrochen und endete für mich mit einer Platzwunde im Krankenhaus", erzählt Chris Ehrlich.

Der damals Achtjährige wollte danach nichts mehr mit der Magie zu tun haben. "Doch das Zauber-Fieber hat mich doch irgendwann gepackt", gibt er lachend zu. 2001 entschieden sich die Brüder nach einigen Jahren als Solokünstler, fortan gemeinsam als "Ehrlich Brothers" aufzutreten. Trotzdem hat der Durchbruch in der Magieszene noch über zehn Jahre auf sich warten lassen. "Das ist aber nicht schlimm, denn wir waren noch nicht so weit", sagt Chris Ehrlich. Mit 33 und 37 Jahren sind sie nun im Magie-Olymp angekommen.

Seit 2012 sind sie mit ihrer aufwendigen Show in Deutschland, Österreich und Luxemburg unterwegs. Die beiden sind Perfektionisten, wenn es um ihre Show geht. An ihren Geräten - ob es sich um die Bahnschienen oder ein überdimensionales iPad aus Kohlefasern handelt - tüfteln die Brüder in ihrer eigenen Zauberwerkstatt, der "Fabrik der Träume", in Bünde selbst. Der Aufwand ihrer Produktionen erinnert stark an die Show in Las Vegas der Zauberer Siegfried und Roy.

"Modern, verrückt und laut muss es sein", sagt Chris Ehrlich. Genug Ideen haben die beiden, die Umsetzung dauert jedoch mitunter mehrere Monate und ist sehr kostenintensiv. "Die Illusion mit dem iPad und dem Motorrad hat neun Monate gedauert und darin steckt ein sechsstelliger Betrag", so der jüngere Magier. Allein um die Illusionsrequisiten zu transportieren, reiste die Crew bei der Premiere mit sechs Lastwagen an, verlegte 38 Kilometer Kabel und zündete insgesamt 500 Spezialeffekte.

Der Erfolg gibt den Zauberbrüdern recht. "Wir dürfen einen Kindheitstraum leben. Wir tun das, was wir am meisten lieben", sagt Chris Ehrlich. Sie wollen eine Show für Jung und Alt bieten, die vor allem unterhalten soll. 2012 waren die beiden Brüder schon einmal in der sächsischen Landeshauptstadt zu Gast. "Wir verbinden mit Dresden die Zauberweltmeisterschaften, die 1997 hier ausgetragen wurden", sagt Chris Ehrlich. Die Show, die am Donnerstag in den Messehallen zu sehen ist, ist bereits nahezu ausverkauft. Die Brüder sind sich sicher, dass sie auch das Dresdner Publikum mit ihren Illusionen verzaubern können. "Die Zuschauer sollen sich dabei nicht fragen, wie es funktioniert, sondern einen schönen Abend erleben", so Chris Ehrlich.

Pause gönnen sich die beiden jungen Westfalen nur selten. "Wir arbeiten in unserer Zauberwerkstatt schon an neuen Illusionen und einer neuen Show. Das Publikum darf also gespannt bleiben", sagt der Illusionist zwinkernd. Sie werden gefeiert als die Zauberer, die die Welt der Magie in ein neues Zeitalter geführt haben. Ob sie Schnee regnen lassen, ihre Kleider in zwei Sekunden wechseln oder aus fünf Euro einen 50-Euro-Schein machen. "Viel zu häufig fallen die Träume der Menschen dem Alltag zum Opfer. Aber in unserer Show werden Wunder wahr und Erwachsene dürfen mal wieder Kind sein", sind sich die Zauberbrüder einig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2015

Juliane Just

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