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Aufbau für Dresdner Schlössernacht läuft auf Hochtouren – Feuerwerk abgesagt

Aufbau für Dresdner Schlössernacht läuft auf Hochtouren – Feuerwerk abgesagt

Die Aufbauarbeiten für die 4. Dresdner Schlössernacht am Sonnabend gehen derzeit in die heiße Phase. Rund 300 Helfer schleppen Bauteile für Pavillons und Bühnen, bauen Zelte auf und dekorieren sie, legen Teppiche ins Innere der drei Elbschlösser, ziehen Stromkabel und montieren Scheinwerfer.

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Die Veranstaltungstechniker Peter Ács (l.) und Nico Zurakis sind nur zwei der etwa 300 Aufbauhelfer.

Quelle: Tanja Tröger

Insgesamt verlegen die Techniker etwa acht Kilometer Kabel, 100 Kabelbrücken und fünf Kilometer Lichterketten auf dem weitläufigen Gelände rund um die Schlösser Eckberg, Albrechtsberg, Lingnerschloss und die Saloppe. Außerdem müssen die Arbeiter fast 800 Scheinwerfer, 130 Lautsprecher und 200 Strompunkte montieren. Auch mehrere große Banner mit dem Schriftzug der Schlössernacht werden angebracht.

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Schleppen, montieren, koordinieren: Die Aufbauarbeiten für die 4. Dresdner Schlössernacht laufen auf Hochtouren.

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Derzeit haben die Männer noch mit gelegentlichen Regenschauern zu kämpfen, nehmen es aber sportlich. „Auch am Freitag werden wir sicherlich noch die eine oder andere Husche beim Aufbau abkriegen, aber wir sind ja regenerprobt“, schmunzelt Projektmanager Arne Heydtmann. Die erste Schlössernacht habe im Regen begonnen, die zweite im Regen geendet, dafür gab es im vergangenen Jahr prächtiges Wetter. Für Samstag sei angenehmes Wetter angekündigt, so Heydtmann, nicht zu warm, genau richtig zum Feiern. Als dezenter Hinweis für Petrus stehen im Orga-Büro mehrere Flaschen Sonnenmilch für die Helfer bereit.

Rund 50 Fußballfelder groß ist das Festareal, auf dem am Samstag 15 Bühnen und Spielflächen sowie zahlreiche Pavillons mit Musik, Tanz, Bildender Kunst, Lichtprojektionen, Gaukelei und natürlich Speis und Trank locken. „Sogar eine extra Tanzfläche haben wir aufgebaut“, schwärmt Heydtmann. Etwa 6000 Gäste werden erwartet – alle Karten im Vorverkauf sind bereits vergriffen. Lediglich an der Abendkasse können Kurzentschlossene noch Tickets zu 39,90 Euro erwerben.

Das angekündigte Feuerwerk der Schlössernacht muss allerdings ausfallen. Das teilte der Veranstalter First Class Concept GmbH am Donnerstag mit. „Schuld“ an der Absage ist der Wachtelkönig. Der Vogel wurde kürzlich als Bewohner der Johannstädter Elbwiesen entdeckt. Da die Tierart als stark gefährdet eingestuft wird, ist sie nach EU-Recht geschützt und darf nicht durch laute, andauernde Knallerei gestört werden. Rund 1000 Meter muss der Abstand der Nester zu möglichen Lärmquellen betragen.

Ursprünglich sollte das Feuerwerk von den Elbwiesen aus gezündet werden. Zwar hätten die Veranstalter gemeinsam mit den Behörden der Stadt Dresden nach einer Ausweichlösung gesucht, aber das geltende EU-Recht ließe keine Ausnahmegenehmigung zu. Auch vom Römischen Bad auf Schloss Albrechtsberg könne das Feuerwerk nicht abgeschossen werden, weil dort ein für Sachsen bedeutsames Fledermausquartier des „Großen Abendseglers“ entdeckt wurde, begründete das Umweltamt seine Ablehnung.

„Es ist wirklich sehr schade, dass wir das Feuerwerk absagen müssen“, sagt Mirco Meinel, Geschäftsführer der First Class Concept GmbH. „Ich bin mir aber sicher, dass die Dresdner ihre Schlössernacht auch ohne Feuerwerk ordentlich feiern werden.“

ttr

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