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Auf dem Wasserweg zum Kirchentag - 64 Jahre alter Dresdner rudert nach Hamburg

Auf dem Wasserweg zum Kirchentag - 64 Jahre alter Dresdner rudert nach Hamburg

120.000 Menschen feierten vor zwei Jahren den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden. Die 34. Ausgabe findet in diesem Jahr vom 1. bis zum 5. Mai in Hamburg statt und wird Gläubige aus ganz Deutschland anlocken.

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Am Sonntag macht sich Wolfgang Kussatz auf die Reise nach Hamburg. Seit 51 Jahren ist der 64-Jährige dem Rudersport verfallen.

Quelle: Dietrich Flechtner

"Die Elbe verbindet Dresden und Hamburg, da liegt es nahe, den Wasserweg zu nehmen", findet Matthias Oelke, Sprecher des Landeskirchenamtes. Das dachte sich auch Wolfgang Kussatz. Am kommenden Sonntag wird sich der 64-Jährige mit vier Kameraden und einem Ruderboot auf den Weg machen.

Der Dresdner ist dem Rudersport schon lange verfallen. Seit 51 Jahren hat er auf den sieben bis acht Meter langen Vehikeln quasi sein zweites Zuhause. Seit 1978 hatte Kussatz außerdem das Amt des Wanderruderwarts beim Landesruderverband inne, das er im März aber aufgab. "Die Jungen sind ja auch mal dran", findet er. Seiner Leidenschaft für das Wanderrudern tut dies allerdings keinen Abbruch. "Es kommt es nicht auf Leistung an, sondern auf Geselligkeit", beschreibt der Rentner. So ziemlich auf jedem Fluss ist er im Rahmen von Wanderfahrten entlanggerudert. Viele Städte lernte er so kennen. Dass man diesen Sport bis ins hohe Alter betreiben kann, beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass der Dresdner der Zweitjüngste im Boot nach Hamburg sein wird.

In diesem Jahr wird der 64-Jährige auch sein 45. Abzeichen beim Ruderverband ablegen, das in seinem Alter eine Ruderstrecke von 600 Kilometern im Jahr voraussetzt. "Kein Problem, bis Hamburg sind es ja schon rund 570 Kilometer", schmunzelt Kussatz. Unter Druck setzen lässt er sich dabei nicht. Man könne auch in fünf bis sechs Tagen nach Hamburg rudern, sagt er. Kussatz und seine Gefährten wollen sich aber mehr Zeit nehmen. Vom Meißner Ruderclub aus geht es auf die Reise. Die erste Etappe nach Torgau ist mit 76 Kilometern auch gleichzeitig die längste. Dann pendelt es sich zwischen 50 und 70 Kilometern pro Tag ein. Geschlafen wird unterwegs in Bootshäusern oder Pensionen. Am 29. April ist die Ankunft in Hamburg geplant, am 1. Mai folgt dort die Eröffnung des Kirchentages.

Bereits einen Tag vor den Ruderern vom Meißner Club macht sich die Kernfahrt des Deutschen Ruderverbandes von Dresden aus auf den Weg. Am Sonnabend ab 10 Uhr wird die offizielle Kirchentagsfahne vom Bootshaus in Blasewitz auf die Reise gehen - inklusive einer Stadtdurchfahrt durch Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.04.2013

Christin Grödel

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