Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Arbeiten im Urlaubsparadies - Die Dresdner Salondamen musizieren in dieser Woche auf dem ZDF-Traumschiff

Arbeiten im Urlaubsparadies - Die Dresdner Salondamen musizieren in dieser Woche auf dem ZDF-Traumschiff

Eine musikalische Zeitreise erlebt man, wenn die Dresdner Salondamen die Bühne betreten. Bereits auf den ersten Blick erkennt der Besucher, dass diese fünf Frauen keine Rockröhren sind.

Voriger Artikel
Konzerte, Kunst und Partys mit Kopfhörern - Am Wochenende steigt das Hechtfest Dresden
Nächster Artikel
Die Stadt liegt ihm zu Füßen - Jens Höhne ist in den vergangenen zwei Jahren über alle Straßen Dresdens spaziert

Franziska Graefe, Silke Krause, Karolina Petrova, Susann Jacobi und Cecile Pfeiff (v.l.) sind die Dresdner Salondamen.

Quelle: Christian Juppe

Ganz im Gegenteil: Bekleidet mit atemberaubenden, langen weinroten Kleidern, interessanten Hüten und funkelnden Colliers um den Hals, wirken sie wie stilvolle und selbstbewusste Frauen aus einem anderen Jahrzehnt, ja sogar aus einem anderen Jahrhundert.

Und genau so soll es auch sein, denn die Dresdner Salondamen haben sich der Musik aus den 20er, 30er und 40er Jahren verschrieben und nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise durch die Ufa-Filme des 20. Jahrhunderts. "Damals war es noch so, dass erst durch die Filme viele Songs zu Klassikern wurden", sagt Saxophonistin Cécile Pfeiff.

Gegründet hat sich die Frauenkapel- le im Jahr 1997. Die Mitglieder - bis auf Sängerin Karolina Petrova - studierten allesamt an der Dresdner Hochschule für Musik. Damals boten die Sächsinnen noch sogenannte Löffelmusik an. Sprich: Ruhige Musik begleitend zu einem Abendessen. "Seit dem Jahr 2000 ge- ben wir aber auch Konzerte", erklärt Pfeiff. Diese finden vor allem im deutschsprachigen Raum statt. Instrumental begleiten sich die fünf Damen selbst, spielen unter anderem Violine, Cello, Kontrabass, Akkordeon, Klarinette und Saxophon. Pianistin Silke Krause arran- giert für die Auftritte der Salondamen auch zahlreiche Lieder neu und gibt den Titeln so eine persönliche Note. Seit ihrer Gründung hat die Band auch vier Alben veröffentlicht, die ersten beiden sind schon längst ausverkauft. "Mittlerweile haben wir auch genügend neues Material, um ein fünftes Album zu produzieren", berichten die Musikerinnen. Doch momentan ist keine Zeit für Studioaufnahmen, denn die Gruppe ist seit Donnerstag zu Gast auf der MS Deutschland, vielen auch bekannt als das vom ZDF betitelte "Traumschiff". Wann die Folge im deutschen Fernsehen zu sehen ist, konnte ein Sprecher des Senders auf DNN-Anfrage aber noch nicht mitteilen. "Wir waren schon oft für Kreuzfahrten gebucht", erzählt Cécile Pfeiff. So schipperten und sangen die Salondamen bereits in karibischen Gewässern und vor den eisigen Küsten Grönlands. "Das ist natürlich ein schöner Nebeneffekt bei unseren Konzertreisen. Wir können die Welt sehen", so Sängerin Susann Jacobi.

Und passend zu den Urlaubsgefühlen entführt das aktuelle Programm der Frauenkapelle die Gäste auf eine Reise durch verschiedene Länder. So begegnen die Zuhörer der feurigen Julischka in Budapest, bevor die Reiseleiterin - in der Regel wird diese von einer der beiden Sängerinnen gespielt - in Paris haucht: "Schau mich bitte nicht so an". Mit ihr tanzen die Besucher anschließend Rumba und gelangen auf abenteuerlichen Wegen von Spanien durch die russische Steppe über Bagdad bis ins alte Ägypten.

www.salondamen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.08.2014

Nadine Steinmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard