Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
André Rieu und sein Johann Strauß Orchester sind der „Mitternachtsact“

Beim Semperopernball 2017 wird der Walzer gefeiert André Rieu und sein Johann Strauß Orchester sind der „Mitternachtsact“

Beim Semperopernball am 3. Februar 2017 in Dresden wird der Walzer gefeiert. Denn der niederländische Superstar André Rieu und sein 60-köpfiges Johann Strauß Orchester, die weltweit mit ihren Klassik-Shows sogar Stadien füllen und insgesamt schon zehn Millionen Konzertbesucher begeisterten, sind der „Mitternachtsact“.

Zum Semperopernball 2017 wird Geiger André Rieu um Mitternacht aufspielen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Beim Semperopernball am 3. Februar 2017 wird der Walzer gefeiert. Denn der niederländische Superstar André Rieu und sein 60-köpfiges Johann Strauß Orchester, die weltweit mit ihren Klassik-Shows sogar Stadien füllen und insgesamt schon zehn Millionen Konzertbesucher begeisterten, sind der „Mitternachtsact“.

Das verkündete stolz der Semperopernballverein. Er organisiert zum nunmehr 12. Mal das „größte Klassik-Entertainment-Event im deutschsprachigen Raum“, so Vereinschef Hans-Joachim Frey. Mit dem Ball, der im MDR live übertragen wird und später auch bei 3sat zu sehen ist, „erreichen wir fast 2,5 Millionen Klassikfans“. Wenn man Hans-Joachim Frey glauben darf, kann beim nächsten Ball wieder mehr getanzt werden. Vor allem im zurückliegenden Jahr gab es kritische Stimmen, weil sich das Programm so lange hinzog.

Rieu will bei seinem mitternächtlichen Auftritt mit seiner Stradivari von 1732 „hauptsächlich Walzer“ spielen. „Ich mache ein so schönes Konzert, dass jeder zwei Wochen braucht, um wieder runterzukommen“, versprach der 66-Jährige gegenüber unserer Zeitung. Privat hört er übrigens „nie“ Musik, sondern liebt die Ruhe. Auch tanzen ist nicht sein Ding. „Ich kann nicht tanzen. Lasst mich spielen.“ Er habe seine Tour umgeplant, um „in Dresden beim schönsten Ball“ dabei zu sein. “Es ist der allererste Ball, auf dem ich spiele.“ In der Semperoper jedoch tritt er nicht zum ersten Mal auf.

André Rieu ist nicht nur Musiker, sondern auch Entertainer, und zwar einer, der scheinbar immer lächelt. Immer wieder gibt es Kritik ob seiner populär arrangierten klassischen Musik und seinen bombastischen bunten Shows, die manchen einfach zu viel Zuckerguss sind und zu wenig ernsthafte Kunst.

Rieus Antwort: „Ich möchte die Menschen mit Musik glücklich machen, mit klassischer und mit populärer Musik.“ Die gekünstelt-feierliche Atmosphäre, die man bei manchen klassischen Konzerten vorfinde und die viele Leute davon abhalte, ein solches Konzert zu besuchen, werde man bei ihm und seinem Orchester vergeblich suchen, schreibt er auf seiner Internetseite. „Mitschunkeln, mitsummen, klatschen, springen - erlaubt ist, was gefällt!“ Und dass er mit diesem Konzept unglaublichen Erfolg hat, steht außer Frage. Weit und breit ist er im Übrigen auch der einzige, der ein Privatorchester hat. „Es gibt keinen anderen, der so verrückt ist“, sagt André Rieu selbst.

Mittlerweile seien 90 Prozent der Karten für den 12. Semperopernball verkauft, berichtete am Dienstag Hans-Joachim Frey, der 1. Vorsitzende des Semper Opernball e.V. und künstlerischer Gesamtleiter. Und er verkündete ein Novum: Erstmals spielt beim Ball nicht die Sächsische Staatskapelle. „Ein einmaliger Sonderfall, den es nur 2017 geben wird“, versicherte Frey. Die Staatskapelle habe „schon vor langer Zeit darum gebeten, im Jahr 2017 beim Semperopernball eine Pause einzulegen“. Der Grund sei eine lange geplante Tournee des Ensembles. In die Bresche springt das Sinfonieorchester des MDR. Das musikalische Zepter hält Dirigent Kristjan Järvi in der Hand. „Järvi verbindet seine klassische musikalische Herkunft und seine Liebe zum traditionellen Repertoire mit einer überzeugenden Leidenschaft für moderne Programme“, heißt es vom MDR.

Von Catrin Steinbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard