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Andauernde Trockenheit: Beim Weihnachtsbaumkauf auf die Spitzen achten

Andauernde Trockenheit: Beim Weihnachtsbaumkauf auf die Spitzen achten

Viele Familien, die in Sachsen auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsbaum sind, bevorzugen laut Staatsbetrieb Sachsenforst bewusst Bäume aus der Region. Kiefern oder Fichten, die in unseren Wäldern heimisch sind, werden jedoch langsam knapp.

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Es wird Zeit, den Weihnachtsbaum zu besorgen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Das gab die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. jetzt bekannt. Aufgrund des ökologischen Waldumbaus geht der Anteil junger Nadelbäume in Deutschland zurück. Doch die Sachsen, die jährlich Abnehmer für mehr als 2,5 Millionen Nadelbäume sind, müssen sich auch künftig keinen Laubbaum in ihr festlich geschmücktes Weihnachtszimmer stellen.

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Die Wetterkapriolen und die Trockenheit der letzten Wochen haben den Tannen zugesetzt, auf Baumqualität muss in diesem Winter besonders geachtet werden.

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Jana Weisbach, bei Sachsenforst für den Forstbezirk Dresden zuständig, gibt Entwarnung. „Der Christbaum Nummer eins ist einfach die Nordmanntanne, weil die wenig nadelt, edel aussieht und beim Aufstellen nicht so piekt wie die Kiefer. Viele greifen zu der Tanne, die aus Dänemark oder kälteren Regionen importiert wird." Die Problematik, dass der Anteil junger Nadelbäume in deutschen Wäldern zurück geht, ist Weißbach selbstverständlich bekannt. Sie zeigt sich jedoch eher besorgt, ob bei den schon früh geernteten Bäumen die Qualität stimmt: „Je früher ihr Christbaum geschlagen wurde, desto eher wird er Nadeln verlieren. Am besten also selbst die Axt schwingen oder ganz frisch sägen lassen", rät die ehemalige Revierleiterin. Die Wetterkapriolen und die Trockenheit der letzten Wochen haben den Tannen zugesetzt, auf Baumqualität muss in diesem Winter besonders geachtet werden. Trockene Spitzen könnten bereits auf ein frühes Schlagdatum hinweisen.

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Edeltannen wie die Nobilis (Abies nobilis) haben weiche, sehr dicht stehende Nadeln, die bläulich schimmern. Die Bäumen duften nach Orange, sind allerdings auch manchmal schief gewachsen, weshalb ihr Grün auch gerne für Gestecke genommen wird.

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Der Staatsbetrieb Sachsenforst bietet jährlich etwa 30.000 Bäume zum Verkauf an. Für den Forstbezirk Dresden hat man sich diesmal etwas Stimmungsvolles einfallen lassen: Wer einen frisch geschlagenen Baum kaufen möchte, wird in Kreyern zur Wildweihnacht begrüßt. Am 3. und 12. Dezember werden im alten Forsthaus in der Spitzgrundstraße verschiedene Arten heimischer Weihnachtsbäume verkauft. Zusätzlich werden Wildbret, Produkte einer Imkerei und einer Konditorei angeboten.

Beim Baumverkauf von Sven Hellmich in der Dresdner Theresienstraße gibt es ebenfalls einen zusätzlichen Service. Bringen Kunden den Christbaumständer mit, wird der Baum gleich angespitzt und in die Halterung eingepasst. Auch Tannengrün und Adventskränze werden verkauft.

Sara Mück

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