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Ami-Schlitten in der Flutrinne: US-Car-Convention rechnet weiter mit steigenden Besucherzahlen

Ami-Schlitten in der Flutrinne: US-Car-Convention rechnet weiter mit steigenden Besucherzahlen

es klingt wie ein riesiger, heißer Schnellkochtopf voller Kartoffeln - ist schon deutlich zu hören, bevor US-Car-Convention-Organisator Mathias Lindner mit seinem Pontiac Catalina aus den 1960er Jahren um die Ecke fährt.

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Mathias Lindner freut sich schon darauf, mit seinem Pontiac bei der eigenen US-Car-Convention vorzufahren.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das Grummeln. Die breite Front des amerikanischen Boliden wurde für die gediegene Geradeausfahrt auf amerikanischen Highways gebaut. Die schmale Buckelpiste in Wilschdorf wird von dem Auto fast komplett ausgefüllt.

Das Schlachtschiff hält, wir steigen ein und fahren der besseren Foto-Optik wegen ein paar Kilometer ins Grüne. "Das ist immer die erste Frage. 20 Liter, wenn man ruhig fährt", antwortet Lindner auf die Erkundigung nach dem Spritverbrauch. "Der Motor hat 6,6 Liter Hubraum und 300 PS, die an der Hinterachse anliegen", zählt Lindner weiter auf, während er mit raumgreifenden Armbewegungen das Lenkrad dreht, das auch in einem Bus verbaut sein könnte.

Lindner und sein Kompagnon, der als FDP-Stadtrat bekannte Matteo Böhme, organisieren seit 2011 die US-Car-Convention in der Flutrinne, die diesmal vom 11. bis zum 13. Juli stattfindet und nicht nur eine der am stärksten wachsenden Großveranstaltungen in Dresden, sondern auch eine der wenigen ihrer Art in Ostdeutschland ist. Rund 750 amerikanische "Muscle Cars" inklusive Besitzer und 10 000 Gäste besuchten im vergangenen Jahr die große Oldtimer-Show, die nicht nur mit alten Autos, sondern auch mit Rock'n'Roll-Musik, Car-Contests, einer großen Ausfahrt durch die Region und amerikanischem Essen aufwartet. "Wir haben in diesem Jahr das Festivalgelände erweitert und ab sofort Platz für rund 1300 Autos. Doch auch diese Kapazitäten werden irgendwann ausgelastet sein, da die Convention deutschland- und europaweit immer beliebter wird. Im vergangenen Jahr sind sogar Teilnehmer aus Malta mit ihren Autos angereist", freut sich Lindner über die positive Entwicklung und fügt hinzu, "mit so einem Wachstum haben wir anfangs nicht gerechnet."

Wenn die Convention am 14. Juli in den letzten Zügen liegt, wird Lindner seinen Pontiac wieder aus der Scheune eines Bauern holen - die eigene Garage ist zu klein - und gemeinsam mit seinen Mitstreitern bei einer großen Ausfahrt durch die Region die Trommelfelle der staunenden Passanten gehörig strapazieren.

Für Lindner sind es genau diese Momente, die die Faszination für sein Hobby erklären. "Diese Autos taugen vor allem zum Cruisen bei gutem Wetter und nicht zum Rasen. Es gibt nichts schöneres als mit so einem Wagen zur Eisdiele zu fahren oder ein schönes Wochenende am Strand zu verbringen."

Entgegen aller Vorurteile sei das Pontiac- oder Ford-Mustang-Fahren sogar erschwinglich: "Teilweise bekommt man schon für unter 10 000 Euro ein passendes Modell. Allerdings sollte man sich mit Technik auskennen oder wie ich Freunde haben, die gerne schrauben, um diese Maschinen am Leben zu erhalten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.06.2014

Hauke Heuer

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