Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Alte Schätze unter der Lupe: „Kunst & Krempel“ zeichnet im Juni in der Börse Dresden auf

Alte Schätze unter der Lupe: „Kunst & Krempel“ zeichnet im Juni in der Börse Dresden auf

Verstaubt, vergessen, verramscht. Auf so manchem Dresdner Dachboden schlummert der ein oder andere Schatz, von dessen Existenz der Besitzer sicherlich schon längst nichts mehr weiß.

Voriger Artikel
Alte Schätze unter der Lupe - Die BR-Kultsendung "Kunst & Krempel" zeichnet im Juni in der Börse Dresden auf
Nächster Artikel
Profitänzer wetteifern um die Discofox-Krone in Dresden

Die Sendung Kunst&Krempel komt nach Dresden.

Quelle: DNNOnline Montage

Nun lohnt es sich einmal mehr, den alten Kram wieder aus den verwinkelten Ecken herauszufischen. Denn Ende Juni macht die Kultsendung „Kunst & Krempel“ des Bayerischen Fernsehens (BR) Station auf dem Dresdner Messegelände. Dabei nehmen Experten alte Gegenstände wie Gemälde, Möbel, Spielzeug, Schmuck oder Uhren unter die Lupe und beurteilen in kürzester Zeit und ohne große Vorbereitung ihren Wert. Jeder, der glaubt, etwas Wertvolles zu besitzen, kann sich für eine solche Einschätzung mit seinem „Schatz“ bewerben. Knapp 20 Folgen will der Sender in der sächsischen Landeshauptstadt produzieren, die jeweils sonnabends um 19.45 Uhr im BR zu sehen sein werden.

„Die Menschen gucken zwar, aber sie schauen nicht genau hin“, erklärt Carl Ludwig Fuchs, der für die Fernsehproduktion Schmuck und Silber in Dresden unter die Lupe nehmen wird. „Wir achten auf kleine Details bei den Gegenständen, auf die die meisten Besitzer noch gar nicht gestoßen sind.“ Knapp vier Minuten hat der Kunsthistoriker in etwa Zeit, um den Wert eines Objektes festzustellen. „Natürlich muss man den ein oder anderen auch mal enttäuschen, wenn sich herausstellt, dass ein über Generationen vererbtes Schmuckstück doch nicht so wertvoll ist, wie sein Eigentümer glaubte“, erzählt Fuchs.

Von 27. bis 29. Juni wird Fuchs sein kritisches Auge im Auftrag von Kunst & Krempel in der Börse Dresden walten lassen. Mit ihm begutachten zahlreiche weitere Experten in den Kategorien Porzellan, Schmuck und Silber, Design, Möbel, Gemälde und Spielzeug vermeintliche Kostbarkeiten. Wer ein eigenes Stück dem Kunst & Krempel-Urteil unterziehen möchte, muss sich für die Sendung im Vorfeld beim Bayerischen Rundfunk bewerben. Mit ein wenig Glück und einem interessanten Objekt erhalten einige der Bewerber eine Eintrittskarte für die Sendung in Dresden. Vor Aufzeichnungsbeginn wählen die Experten dann etwa 25 Stücke aus, die tatsächlich vor der Kamera untersucht werden.

Wer es aber nicht vor die Kamera schafft, hat den Weg in die Börse

Dresden nicht umsonst auf sich genommen. „Wir sehen unsere Teilnehmer nicht als Sendefutter an“, sagt Redaktionsleiter Ronald Köhler. „ Jeder, der in die Börse eingeladen wird, erhält qualifizierte Auskünfte von einem zweiten Expertenteam, dass während der Sendungsaufzeichnung im Einsatz ist“.

1985 flimmerte die Sendung „Kunst & Krempel“ erstmals über deutsche Mattscheiben. Seitdem hat sie sich vom Fernsehflohmarkt zu einer Kultsendung entwickelt. Inzwischen verfolgen über eine Million Zuschauer wöchentlich das Format. Dabei wurden bereits zahlreiche Prachtstücke aus der Versenkung geholt. Der wertvollste Fund bisher: Das längst verschollen geglaubte Gemälde „Rathausplatz Breslau“ des Romantikers Eduard Gaertner im Wert von 500 000 Euro. Die erste Dresden-Folge von Kunst & Krempel wird drei bis vier Wochen nach der Aufzeichnung im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Susann Schädlich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard

Viele können ihn kaum erwarten, den Herbst. Denn dann geht es mit Korb und Messer los in den Wald, um Pilze zu sammeln. Gut, wenn man sich ein wenig in Sachen Pilzen auskennt. Wir verlosen drei Bücher "Welcher Pilz ist das? Extra. Pilze und ihre Baumpartner" vom Kosmos Verlag. mehr