Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Alles dreht sich – Dresdner Striezelmarkt feiert Pyramidenfest

Alles dreht sich – Dresdner Striezelmarkt feiert Pyramidenfest

Mal hat der Striezelmarkt am Sonnabendnachmittag zum Pyramidenfest geladen. Dabei drehte sich alles um die 14 Meter hohe erzgebirgische Pyramide, die die Buden überragt, und ihre kleinen Artgenossen.

Voriger Artikel
Dresden feiert in den Weltuntergang - Maya-Codex begehrt
Nächster Artikel
Silvester in Dresden: Zwischen Tanzmusik und Galadinner

Die Gewinner des Sängerwettstreits erhielten selbstverständlich erzgebirgische Pyramiden als Siegprämien.

Quelle: Tanja Tröger

Zum 14. Mit Musik und vielen Informationen zu der rotierenden Weihnachtsdekoration wurde das Striezelmarkt-Wahrzeichen in den Mittelpunkt gerückt. Tausende Besucher stapften über den Markt und ließen sich auch von großen Pfützen und herabtropfendem Tauwasser nicht die Stimmung vermiesen.

php8d51d3d9cc201212161305.jpg

Sängerin Petra Zieger präsentierte Weihnachtslieder von der Striezelmarkt-CD.

Zur Bildergalerie

Zum Pyramidenfest gaben sich die Figuren der „Peremedd“, wie sie in Erzgebirger Mundart heißt, ein Stelldichein auf der Striezelmarkt-Bühne. Nussknacker, Räuchermännchen und Weihnachtsmann führten durch das Programm, auch Striezelkinder, Pflaumentoffel und ein erzgebirgischer Lichterengel wurden lebendig. Sie erzählten über ihre Herkunft und sangen Lieder, in denen sie sich vorstellten, beispielsweise die Hymne der Nussknacker.

Dieter Uhlmann, der Geschäftsführer des Verbandes der Erzgebirgischen Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V., informierte die Zuschauer über die Dresdner Striezelmarkt-Pyramide. Er wusste beispielsweise, dass die kleinsten Figuren in den oberen Etagen der Stufenpyramide 90 Zentimeter messen, während die größten anderthalb Meter hoch sind. Traditionell zeige das „Erdgeschoss“ einer erzgebirgischen Pyramide die Krippenszene mit dem Jesuskind, so Uhlmann. Auf den nächsten Etagen der Dresdner Pyramide stehen dann Dresdner Weihnachtsfiguren wie der Pflaumentoffel und die Striezelkinder sowie die erzgebirgischen Weihnachtsfiguren, also Lichterengel, Räuchermann und Nussknacker. In den oberen Stockwerken der Dresdner Pyramide sind Figuren aus dem Erzbergbau und eine Kurrende zu sehen. Die Kurrendesänger ziehen in der Weihnachtszeit von Haus zu Haus und tragen Lieder vor.

Mit der Erläuterung, wie die erzgebirgischen Schwibbogen entstanden, machte Experte Uhlmann gleich noch auf das Dresdner Schwibbogen-Fest am Sonntag neugierig: Die Bergleute hängten ihre Grubenlampen zur Mettenschicht rund um das Mundloch des Bergwerksstollens, sodass sich ein leuchtendes Halbrund ergab.

php4a9a4b1222201211231633.jpg

Der Striezelmarkt-Baum 1999.

Zur Bildergalerie

Traditionell zum Dresdner Pyramidenfest gehört der Wettstreit junger Sänger. Sieben mutige Steppkes trauten sich ans Mikro auf der großen Bühne und gaben Weihnachtslieder zum Besten. Zur Siegerin kürte die Pyramidenfiguren-Jury die zehnjährige Greta Schäfer, die mit ihrer glockenhellen Stimme und der italienischen Weise „Quada“ überzeugte. Platz 2 belegten Lena Boß und Miriam Schreiter, beide neun Jahre alt, mit ihrem Pflaumentoffellied und einer „wundervollen Performance“, so die Gutachter. Die ebenfalls neunjährige Annika Fischer sang „Es ist da, unser Christuskind“ und landete auf Platz 3. Zur Belohnung überreichte Juror Dieter Uhlmann – na klar – erzgebirgische Pyramiden.

Eine gute Bekannte auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt ist auch Sängerin Petra Zieger. Begrüßt vom Weihnachtsmann, präsentierte die einstige DDR-Rocklady eine Auswahl ihrer Lieder von den Striezelmarkt-CDs. Sie sang gemeinsam mit den Zuschauern und wünschte ihnen gemütliche Weihnachtstage mit vielen Leckereien. „Ich als Thüringerin brauch ja meine Thüringer Klöße und den Entenbraten – und danach einen Schnaps, weil ich so viel gegessen habe“, bekannte die gebürtige Erfurterin.

Das Pyramidenfest findet seit 1999 statt. Dabei dreht sich alles um die Riesenpyramide, die zwei Jahre zuvor auf dem Striezelmarkt aufgestellt wurde. Die erzgebirgische Pyramide ist reichlich 14 Meter hoch und war bei ihrer Einweihung die größte Stufenpyramide der Welt. Sie wurde von der Firma „Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz“ mit Sitz in Oederan gefertigt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Großfiguren und -Pyramiden. Der Bau des Dresdner Exemplars dauerte ein Dreivierteljahr.

ttr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard

Viele können ihn kaum erwarten, den Herbst. Denn dann geht es mit Korb und Messer los in den Wald, um Pilze zu sammeln. Gut, wenn man sich ein wenig in Sachen Pilzen auskennt. Wir verlosen drei Bücher "Welcher Pilz ist das? Extra. Pilze und ihre Baumpartner" vom Kosmos Verlag. mehr