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7600 Läufer überrennen die Dresdner Innenstadt

Streckenrekord beim Dresden Marathon 7600 Läufer überrennen die Dresdner Innenstadt

Zum 18. Mal fiel am Sonntag der Startschuss für den Piepenbrock-Marathon in den Dresden. Um 10.30 Uhr setzten sich die knapp 7600 Teilnehmer am Ostragehege in Bewegung. Am Ende konnten gleich zwei Kenianer den Streckenrekord von 2008 brechen – Nach 2:10:21 Stunden überquerten die beiden Läufer die Ziellinie am Maritim Hotel.

Die Kenianerin Gladys Kiprotich konnte an ihren Vorjahressieg anknüpfen und kam als erste Frau ins Ziel.

Quelle: Justine Büschel

Dresden. Mit dieser Zeit hätte selbst Peter Eckstein nicht im Traum gerechnet. Der Organisationschef des Dresden-Marathons staunte am Sonntag nicht schlecht, als der Kenianer Kyen Joseph Munywoki nach 42,195 Kilometern ins Ziel kam. Der 24-Jährige stellte in 2:10:21 Stunden einen fabelhaften Streckenrekord auf und sicherte sich neben den 3000 Euro Siegprämie auch noch die 2000 Euro Bonus für die neue Bestmarke. Damit verbesserte Munywoki bei der 18. Auflage dieses Laufevents durch die Innenstadt von Elbflorenz die alte Rekordmarke von Phaustin Baha Sullee (Tansania/2:13:03) aus dem Jahr 2008 gleich um rund drei Minuten. Der Sieger selbst, der erst seinen zweiten Marathon absolvierte, steigerte seine persönliche Bestzeit um sage und schreibe sechs Minuten. Wie sich später herausstellte, hatte der Kenianer nicht einmal in Dresden übernachtet, sondern war nachts um zwei Uhr in Koblenz mit dem Auto losgefahren.

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Zum 18. Mal fand am Sonntag der Piepenbrock Marathon in Dresden statt. 7500 Läufer machten am Vormittag die Innenstadt unsicher. Am Ende konnten gleich zwei Kenianer den Streckenrekord brechen.

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Nach seinem Sieg sagte Munywoki lächelnd: „Ich freue mich sehr, war mir aber nicht sicher, dass ich gewinne. Die erste Hälfte sind wir doch recht langsam unterwegs gewesen“, meinte er. Ab Kilometer 22 aber gab er gemeinsam mit seinem Landsmann Vincent Kipchumba richtig Gas. Der Vorjahreszweite erreichte diesmal erneut als Zweiter das Ziel und blieb in starken 2:10:32 Stunden ebenfalls noch deutlich unter der alten Rekordmarke. Mit Kiptoo Philip Rutto (2:29:58) wurde ein weiterer Athlet aus dem Läufereldorado Dritter.

Peter Eckstein freute sich auf jeden Fall diebisch über diesen Streckenrekord: „Jetzt können wir sagen, wir sind in die erste Liga der Marathonläufe in Deutschland aufgestiegen. Und es bestätigt, dass wir das auch mit unserem Weg, keine Antrittsgelder und Übernachtungen zu zahlen, erreichen können. Ich bin deshalb mehr als zufrieden. Wir verbessern uns jedes Jahr ein Stück mehr. Auch das Wetter hat gepasst.“

Bei den Frauen klappte es allerdings nicht mit einem neuen Rekord. Die ebenfalls aus Kenia kommende Gladys Kiprotich konnte zwar ihren Vorjahressieg wiederholen, aber die 26-Jährige verfehlte in 2:40:23 Stunden ihre gute Zeit von 2015 (2:15:38) deutlich. Rang zwei ging an Maria Magdalen Veliscu (Rumänien/2:56:00). Die Hallenserin Katja Borggrefe (2:57:20) belegte als beste Deutsche den dritten Platz.

Im Halbmarathon gab es bei den Männern ebenfalls einen kenianischen Dreifach-Erfolg. Der Sieger Kipron Lawrence Rotich gewann in 1:05:44 Stunden. Bei den Frauen siegte mit Brendah Kebeya (1:16:16) ebenfalls eine Kenainerin. Platz zwei erkämpfte Gesa Bohn vom LAC Quelle Fürth (1:16:32).

Insgesamt registrierten die Veranstalter 7597 Teilnehmer. Das waren nicht ganz so viele wie im Vorjahr, als sich knapp über 8000 Teilnehmer angemeldet hatten. „Das hatte sich in den letzten Tagen angedeutet“, so Eckstein, der das aber nicht überbewertet: „Wir verlieren dennoch unser Ziel, irgendwann einmal die magische Marke von 10 000 Teilnehmern zu knacken, nicht aus den Augen.“

Von Astrid Hofmann

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