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10 Jahre nach der Flut: Dresden-Laubegast feiert sich mit dem Inselfest

10 Jahre nach der Flut: Dresden-Laubegast feiert sich mit dem Inselfest

Mit dem dreitägigen Inselfest erinnern die Laubegaster an diesem Wochenende an die Augusttage vor zehn Jahren, als ihr Stadtteil von Wassermassen umschlossen war.

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Gemeinsam mit ihren Gästen feierten die Laubegaster ihr Inselfest.

Quelle: Tanja Tröger

Mit viel Musik, Theater, Sportshows, Ausstellungen, Vorträgen, einem Trödelmarkt, Filmvorführungen, Spielen für Kinder und einem umfangreichen Speisen- und Getränkeangebot feiern die Stadtteileinwohner und ihre Gäste. Auch der traditionelle Wettbewerb im Rückwärtslaufen und die Drachenbootrennen, organisiert vom Laubegaster Kanuverein, durften nicht fehlen.

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Gemeinsam mit ihren Gästen feierten die Laubegaster ihr 10. Inselfest im Gedenken an die Flut 2002.

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Nachdem sich die TrommlerInnen der Drachenbootbesatzungen heiser gebrüllt hatten, gewann den Sport-Cup über die Laubegaster Inselmeile souverän das Team „Betreutes Paddeln Frosch-Cotta“. Mit einer Zeit von 4:57 Minuten waren sie die einzige Mannschaft, die unter fünf Minuten blieb. Das schnellste Spaß-Team über die Meilendistanz waren die Heidenauer Quietscheenten mit 5:44 Minuten. Sieger beim Drachenboot-Fun-Cup über 200 Meter war die „Reisegruppe Hässlich“, deren Mitglieder „von überallher“ kamen.

Nicht nur die Muskelleistungen der Drachenbootleute sorgten für Respekt der Besucher, sondern auch die Vorführungen der Taekwondo-Kämpfer. Sie beeindruckten mit wilden Drehungen, lauten Schreien und vor allem zertrümmerten Holzbrettern. Obwohl viele Stücke halbiert wurden, gab es noch jede Menge Nachschub für die folgenden Shows: „Die ham noch viel zu spalten“, kommentierte eine ältere Zuschauerin lachend die Vorräte der Taekwondo-Kämpfer.

Die Händler auf der kilometerlangen Strecke entlang der Elbe waren zufrieden. Stefan Hering etwa, der seit etlichen Jahren Obst-, Blüten- und Wildfruchtweine verkauft, lobte die gute Betreuung durch die Organisatoren und die freundlichen Festbesucher. „Und ich habe einen super Platz mit einem traumhaften Blick auf die Elbe“, schwärmte er.

Ernüchtert hingegen war Festgast Ronny Werner am Ende seines ersten Inselfest-Besuches, wie er sagte. Fünf Euro Eintritt seien nicht gerechtfertigt, meinte der Mittdreißiger, da es zu viele langweilige Essens- und Schmuckstände gegeben habe. „Das kleine Kino, das war ein Highlight! Das müsste es öfter geben, sowas gehört hier hin!“ Seine Begleiterin Marion war auch zum ersten Mal beim Laubegaster Fest, würde aber im nächsten Jahr durchaus wiederkommen. Ihr hat - ebenso wie Ronny Werner - der Teil mit den Musikbühnen an der Elbe am besten gefallen. "Der war alternativer. Dort konnte man von Bühne zu Bühne schlendern, der Musik lauschen, sich hinsetzen und eine Guinness trinken“, so die junge Frau.

ttr

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