Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+

Mit der Dresdner Maya-Handschrift, dem Meißner Sachsenspiegel und einer Notenschrift von Johann Sebastian Bach (Missa h-Moll) aus der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB sind erstmals drei digitalisierte Kulturerbe-Stücke aus Sachsen in die "World Digital Library" (Weltdigitalbibliothek) der UNESCO und der US-amerikanischen "Library of Congress" aufgenommen worden.

Voriger Artikel
Freistaat ehrt Kooperationen von Schulen und Museen – Dresdner Klinikschule ausgezeichnet
Nächster Artikel
Kurth: Unterricht trotz Lehrermangel abgesichert – GEW warnt vor dünner Personaldecke

Ausschnitt aus dem Meißner Sachsenspiegel in der Weltdigitalbibliothek.

Quelle: SLUB Dresden

"Dort wird nur das Beste vom Besten weltweit akzeptiert", betonte SLUB-Vizegeneraldirektor Dr. Achim Bonte. Dies ist insofern "eine große Ehre" für Dresden und Sachsen.

Neben den drei Werken aus dem Dresdner SLUB-Bestand sind in der Weltdigitalbibliothek aus Deutschland nur wenige andere Stücke angenommen worden, darunter das "Nibelungenlied" der Bayrischen Staatsbibliothek. Insgesamt umfasst diese elektronische Bibliothek, die unter der Schirmherrschaft der UNESCO steht, etwa 8000 Werke aus rund 100 Institutionen weltweit.

Die elektronischen Kopien der Dresdner Stücke wurden im Digitalisierungszentrum der SLUB am Zelleschen Weg angefertigt, das dank Robotertechnik etwa drei Millionen Seiten pro Jahr einscannen kann. Um mit dem weltweiten Digitalisierungs-Boom Schritt zu halten und dem wachsenden Nutzerinteresse an einfach per Internet abrufbaren Büchern sowie anderem Kulturgut gerecht zu werden, will die SLUB-Leitung ihre Digitalisierungskapazitäten nun drastisch ausweiten, wie Bonte ankündigte. Ziel sei es, dann bis zu zehn Millionen Scans pro Jahr zu schaffen.

Dabei geht es um einen Wettlauf mit der Zeit. Denn viele historische Zeitungen und andere Papierwerke drohen durch Säurefraß und ständige Benutzung zu zerfallen. Da Restaurierungen Zeit und viel Geld verschlingen, das Abnutzproblem aber nicht lösen, setzen immer mehr Bibliotheken auf Digitalkopien, die zudem die Recherchemöglichkeiten für Forscher und Studenten spürbar erleichtern. Heiko Weckbrodt

@Mehr Infos: blog.slub-dresden.de

Heiko Weckbrodt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.