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Zu wenig Geld für Schulsanierungen in Dresden

Schulbürgermeister Lames: Zu wenig Geld für Schulsanierungen in Dresden

Seit über zehn Jahren kämpft die Dreikönigsschule für eine Sanierung der maroden Bausubstanz. Umso größer war die Freude, als die Stadt Fördermittel dafür frei machte. Doch nicht alle Häuser können saniert werden. Der Grund: Die Stadt hat zu wenig Geld.

Laut Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) fehlt Geld für Sanierungen.

Quelle: Archiv

Dresden.  „Wir lassen nicht zu, dass sie ihre Probleme zu unseren machen!“ – Emotionale Worte, die eine Elternsprecherin der Dreikönigsschule an Bürgermeister Peter Lames (SPD) richtete. Doch der Beigeordnete für Schulen versuchte am Montagabend Vertretern des Gymnasiums eines zu verdeutlichen: Viele der 138 Dresdner Schulgebäude seien in einem desolaten Zustand, es gebe zu wenig Geld und es mangele an Auslagerungsstandorten – und das, obwohl der Stadtrat Schulbau zu einem zentralen Thema ernannt habe und allein im nächsten Jahr 120 Millionen Euro dafür bereit stelle.

Die Verantwortlichen der Dreikönigsschule hatten zur Podiumsdiskussion ins Projekttheater geladen, um der Verwaltung ihr Leid über die Sanierungspläne für ihre Schulgebäude zu klagen. Über 100 Menschen drängten sich dicht in den kleinen Saal des Theaters, in der Hoffnung, Gehör bei Peter Lames zu finden. Wegen einer zweigeteilten Auslagerung und einer Teil- statt Komplettsanierung fühle man sich schwer benachteiligt gegenüber anderen Gymnasien, hieß es unisono von Seiten der Verantwortlichen. Gehört wurden sie, doch die klare Antwort vom Schulbürgermeister dürfte nur die wenigsten überzeugt haben: „Eine Sanierung nach dem aktuellen Konzept ist besser als eine nicht sanierte Schule.“

Seit über zehn Jahren kämpft die Dreikönigsschule für eine Sanierung der maroden Bausubstanz. Umso größer war die Freude, als die Stadt Fördermittel dafür frei machte. Nach langem Hin und Her ging es in diesem Sommer los. Das Konzept dahinter: Zunächst wird das Haus C bis zum kommenden Schuljahr saniert. Die Klassenstufen sechs und sieben wurden dafür an das Terrassenufer ausgelagert. Im Schuljahr 2018/2019 soll dann das Haus A saniert werden und die Dreikönigsschule komplett in das neue Gymnasium Tolkewitz ausgelagert. Das Haus C spielt in den aktuellen Sanierungsplänen dagegen keine Rolle.

„Diese zweifache Auslagerung ist eine Frage der Zumutbarkeit. Und dann kommen wir zurück in eine nicht komplett sanierte Schule und müssen eventuell noch ein drittes mal auslagern, falls das Haus C doch noch saniert wird“, so Schuldirektor Karsten Jonas.

Michael Fücker, Abteilungsleiter im Schulverwaltungsamt, stellte klar, dass Haus B weiter auf der Agenda stehe, es aber an Mitteln fehle. Insgesamt stellt die Stadt knapp 12 Millionen Euro für die Sanierung der DKS bereit, die Hälfte davon aus Fördermitteln. „Mehr Geld ist einfach nicht da“, ergänze Lahmes. Oberste Priorität sei es momentan, erst einmal Schulplätze zu schaffen. An nächster Stelle stünden die Sanierungen. „Man darf bei diesem Thema keine Emotionen aufkommen lassen, sonst könnte ich nachts auch nicht schlafen“, so der Schulbürgermeister.

Er appellierte an das Verständnis der Beteiligten: „Alle Schüler und alle Schulen sind ein Problem von uns allen. Wir müssen das vorhandene Geld sinnvoll und gleichmäßig verteilen“. So dürfe man keine der 138 Dresdner Schulen finanziell gegeneinander ausspielen. Den Sanierungsplan für die DKS halte er persönlich auch für „merkwürdig“, doch in Anbetracht der Gesamtsituation für alternativlos und auch tragbar.

Von Sebastian Burkhardt

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