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Wider die Leseschwäche: Stiftungsprojekt fördert 102. Grundschule in Dresden

Wider die Leseschwäche: Stiftungsprojekt fördert 102. Grundschule in Dresden

Was tut man, wenn man auf der Sonnenseite des Lebens steht? Mancher stellt sich neben den Jaguar noch einen Ferrari vors Haus. Andere gründen eine Stiftung, um anderen Menschen zu helfen.

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Diesen Gedanken hatte auch der Kölner Franz-Josef Wernze, Vorstand der ETL-Gruppe, der heute bundesweit rund 650 Steuerberatungskanzleien angehören. Gemeinsam mit zahlreichen Kollegen gründete er 2008 die Stiftung ETL-Kinderträume, die sich in Kooperation mit dem Kinderschutzbund für benachteiligte Kinder einsetzt. Ab heute erfüllen sich die "Kinderträume" auch in Dresden. Die 102. Grundschule "Johanna" in der Pfotenhauerstraße wurde für das Projekt Leseförderung ausgewählt.

Sinn und Zweck ist es dabei nicht, jedem Kind einen Wunsch zu erfüllen. "Die Stiftung verfolgt das Ziel, langfristig Benachteiligungen auszugleichen", erklärt Guido Hunke, dessen Agentur das Stiftungsprojekt betreut. Das Konzept setze auf Leseförderung für leseschwache Kinder, Sportförderung insbesondere für benachteiligte Kinder aus armen Familien sowie Glücksmomente für kranke und behinderte Kinder. In beinahe jeder großen Stadt gibt es Partnerkanzleien, die eines der drei Förderziele für ihren Einzugsbereich verfolgen.

Die Dresdner Steuer-Kanzlei Admedio hat sich für die Leseförderung entschieden - und die kommt nun den 240 Mädchen und Jungen der 102. Grundschule zugute. Ab 14 Uhr schneit heute der "Leserabe" zu ihnen herein. Der ist das Maskottchen des Ravensburger Verlages, der speziell die Leseförderungsprojekte unterstützt. Das belesene Federvieh wird mit den Kleinen, von denen überdurchschnittlich viele aus Migranten-Familien stammen, kuscheln, ihnen vorlesen und sich auch selbst vorlesen lassen. Von den Dresdner Schulen war die "Johanna" nach Ansicht der Stadt, die bei der Sondierung half, diejenige mit dem größten Förderbedarf beim Lesen.

Der Lesenachmittag markiert den Auftakt zu einer langfristigen Zusammenarbeit, um Lese- und Sprachschwächen den Garaus zu machen und so jedem Kind bessere Chancen für die Zukunft mitzugeben. In Kooperation mit Studenten der Evangelischen Hochschule werden künftig jeden Freitag Lesenachmittage stattfinden. In kleinen Gruppen soll gezielt das Lesen geübt werden. Hierfür sucht die Stiftung noch ehrenamtliche Vorleser. "Das können gern Bürger sein, aber auch den einen oder anderen Prominenten würden wir gern dafür gewinnen", so Guido Hunke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2012

Jane Jannke/Foto: Ravensburger Verlag

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