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Wahl-Londoner Press ist Regionalbotschafter der TU Dresden

Wahl-Londoner Press ist Regionalbotschafter der TU Dresden

Knapp 1000 Kilometer Luftlinie trennen Nikolai Press von Dresden. Für den Wahl-Londoner kein Grund, sich nicht für seine einstige Alma Mater zu engagieren.

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Nikolai Press repräsentiert die TU Dresden in London, Susann Mayer vom Absolventenreferat koordiniert die Arbeit der Regionalbotschafter.

Quelle: Carola Fritzsche

Von christoph stephan

Von 1993 bis 1999 studierte er an der Technischen Universität in Dresden Neuere und Neueste Geschichte, Nordamerika- und Großbritannien-Studien. Heute ist Press einer von 295 Regionalbotschaftern der Hochschule, die über die ganze Welt verteilt zu finden sind - und diese Tätigkeit ehrenamtlich ausüben.

"Für mich ist es absolut okay, dass es dafür kein Geld gibt. Denn ich habe seinerzeit in Dresden meinen Abschluss gemacht, hatte hier eine tolle Zeit und gebe nun meiner Universität ein klein wenig zurück", erzählt Nikolai Press. Susann Mayer vom Absolventenreferat der TU Dresden ist froh, dass sich in den vergangenen Jahren viele solche Freiwillige aus eigener Initiative gemeldet haben, die es nach dem Studium in Sachsens Landeshauptstadt ins Ausland verschlagen hat. "Als motivierte, engagierte Experten sind die Regionalbotschafter nicht nur Sympathieträger für die TU Dresden in ihren Ländern. Konkret werben sie für die Universität, indem sie beispielsweise in der Gymnasialstufe der Schulen vor Ort Vorträge halten oder für die Dresdner Sommerkurse einladen", sagt Mayer.

Nikolai Press hilft oft auch unkompliziert per E-Mail weiter, wenn Mitarbeiter und Studenten der TU Dresden ein Praktikum oder einfach nur Urlaub in Großbritannien machen wollen. "Meistens geht es dabei um ganz simple Fragen, zum Beispiel was der günstigste Handytarif ist, wie man vom Flughafen von A nach B kommt und ob man für die U-Bahnen eine Wochenkarte kaufen kann."

Umgekehrt versucht Press als Regionalbotschafter, die Briten nach Dresden zu locken und ihnen die Stadt schmackhaft zu machen, was alles andere als einfach ist. "Ich musste leider feststellen, dass sich das Interesse an Deutschland - speziell an Ostdeutschland - ziemlich in Grenzen hält. Bei Dresden kommt hinzu, dass die Menschen in Großbritannien Berührungsängste haben, wenn sie diesen Namen hören. Dresden ist durch die Bombardierung so etwas wie ihr kleines Hiroshima."

Deshalb geht Nikolai Press in London und Umgebung ganz gezielt auf Werbetour für die TU Dresden, hinterlegt zum Beispiel Flyer in Goethe-Instituten oder in Bäckereien. Letztere sind, wie er verrät, in der Themse-Metropole weitestgehend in ostdeutscher Hand. "Dort gibt es sogar Eierschecke. Und ich kann davon ausgehen, dass, wer Kunde in solch einer Bäckerei ist, der deutschen Kultur nicht ganz und gar abgeneigt zu sein scheint und eventuell für einen Aufenthalt an der TU Dresden zu gewinnen ist."

Koordiniert wird die Arbeit der in 76 Ländern ansässigen Regionalbotschafter als Teil des Alumni-Netzwerks von Dresden aus. "Auf unserer Internetseite gibt es eine zoombare Weltkarte. Markierungspunkte zeigen die Länder und Orte an, in denen Regionalbotschafter leben. Zu jedem einzelnen ist ein Kurzprofil hinterlegt, das auch die freigegebenen Kontaktdaten enthält", erklärt Mayer.

Sie initiierte unlängst die "Internationale Alumni-Woche", bei der auf dem Campus der TU viele Regionalbotschafter zusammenfanden. Das nächste Treffen dieser Art findet im Sommer statt - mit dem großen Alumni-Ball am 8. Juni im Kongresszentrum als Höhepunkt. Er steht unter dem Motto "Die Welt trifft sich in Dresden".

www.tu-dresden.de/regionalbotschafter

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2012

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