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Vom Islam über Indisch bis zur Italienreise: Volkshochschule Dresden stellt Programm für Herbst-/Wintersemester vor

Vom Islam über Indisch bis zur Italienreise: Volkshochschule Dresden stellt Programm für Herbst-/Wintersemester vor

August startet die Volkshochschule (VHS) ins Herbst- / Wintersemester. Alles in allem 2200 Kurse hat sie im Angebot. Den größten Posten machen die 560 Sprachkurse in 32 verschiedenen Fremdsprachen - darunter Sanskrit (Alt-Indisch) - aus.

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2300 Migranten pro Jahr lernen an der Volkshochschule Deutsch. Das Kursangebot umfasst zudem 32 verschiedene Fremdsprachen.

Quelle: Waltraud Grubitzsch

Am 31. Hinzu kommen 440 Gesundheits- und 120 Kochkurse, 180 Kurse speziell für Senioren und 170 für Kinder und Jugendliche.

Neu von diesem Semester an: Die Volkshochschule hat Angebote zu einem Schwerpunkt-Thema zusammengefasst. Es lautet mit Blick auf die kontrovers diskutierte Asylproblematik "Verständigung". Die VHS sei ein "politischer Ort, parteipolitisch neutral und lässt sich nicht vereinnahmen", so Direktor Jürgen Küfner (49). Um das Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen zu befördern, bietet die Volkshochschule eine ganze Reihe Veranstaltungen an: Zum Semesterauftakt spricht Ex-Bundespräsident Christian Wulff am 12. Oktober im Kleinen Haus des Staatsschauspiels zum Thema "Wer gehört zu uns? Deutsche Identität im 21. Jahrhundert".

Wer den "Islam verstehen" möchte, hat dazu im gleichnamigen Seminar am 21. und 28. September Gelegenheit. Beim "Dialog am Küchentisch" können Dresdner gemeinsam mit Asylsuchenden kochen und sich dabei kennenlernen. Die Volkshochschule stellt dafür ihre Lehrküche zur Verfügung. Die englischsprachige Vortragsreihe "A Place To Go, A Place To See" soll Ausländern die Möglichkeit geben, Kultur und Geschichte ihrer neuen Heimat besser zu verstehen. Küfner zufolge lernen etwa 2300 Migranten pro Jahr an der VHS die deutsche Sprache. Damit sei die Volkshochschule der größte Anbieter der Stadt, was Deutschkurse angeht. Die Kursleiter kommen aus mehr als 50 Ländern der Welt.

Die Volkshochschule setzt natürlich auch verschiedene Themenreihen fort - darunter "Exzellent. Dresden forscht" in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden. Hier wird u.a. vorgestellt, was in Dresdner Laboren erforscht wird. Die Veranstaltung "Umformtechnik, Leichtbau und Industrie 4.0" beispielsweise bietet Einblicke in neue Fertigungstechnologien.

In der Reihe "Dresdner Partnerstädte" geht es diesmal um Breslau. Neu im Programm ist die Fortbildungsreihe "Willkommen in Dresden". Sie wendet sich an Dresdner, die sich als Begleiter von Asylsuchenden engagieren möchten. Interessierte können sich dank städtischer Förderung kostenlos weiterbilden lassen. Auch in diesem Semester gibt es die Fortbildungsreihe "EhrenamtsKomPass", die Ehrenamtlern Gelegenheit bietet, Wissen und Kompetenzen zu erwerben.

440 Gesundheitskurse listet das neue Programmheft auf - vor allem zur gesunden Ernährung, Entspannung und Bewegung. Neu im Angebot sind eine Schneeschuh-Wanderung im Erzgebirge und Urbhanize - ein Tanz-Fitness-Programm. Hinzu kommen Exkursionen und Studienfahrten. Es geht u.a. nach Niederschlesien und auf Kunstfahrt nach Italien. Wer seine kreative Ader entdeckt hat, kann aus 300 Kursen wählen und beispielsweise den Gesellschaftstanz des 19. Jahrhunderts erlernen oder sich beibringen lassen, wie man Handtaschen aus Karton anfertigt.

Die VHS Dresden ist nach Angaben Küfners die größte Mitteldeutschlands. Sie hat im vergangenen Jahr 3609 Kurse bzw. 85 148 Unterrichtsstunden angeboten. Zum Vergleich: 1990 verzeichnete die VHS lediglich 732 Kurse bzw. 44 460 Unterrichtsstunden. Die knappe Hälfte davon entfiel zudem auf Schulabschlüsse. Bis August 1992 gab es nämlich noch die Möglichkeit, das Abitur oder den Realschulabschluss an der VHS nachzuholen. Seitdem sind das Abendgymnasium bzw. die Mittelschule dafür zuständig.

Die Volkshochschule mit 35 festen Mitarbeitern hat ihren Stammsitz in einem desolaten Plattenbau in Seidnitz. Konkrete Pläne für einen Umzug ins Stadtzentrum gibt es Küfner zufolge bislang nicht. Geprüft würden u.a. das ehemalige Gebäude der Dresdner Bank am Dr.-Külz-Ring und die Räume des Heinrich-Schütz-Konservatoriums auf der Glacisstraße (DNN berichteten).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.07.2015

Katrin Richter

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