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Volkshochschule Dresden soll Ort politischer Diskussion werden

Volkshochschule Dresden soll Ort politischer Diskussion werden

Um die Position der Volkshochschule (VHS) auf dem Bildungsmarkt zu stärken und mehr Publikum zu finden, will der neue Direktor Jürgen Küfner die Einrichtung "als gesellschaftlich-politischen Diskursort" profilieren.

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Maik Pfützner: Mitarbeiter der Stadtreinigung Für Maik Pfützner von der Stadtreinigung, sind kalte Temperaturen kein Grund zu Hause zu bleiben, denn der Müll, den die Dresdner tagtäglich produzieren, muss auch im Winter abtransportiert werden. 200 bis 300 Papierkörbe entleert Pfützner am Tag in sein Sammelfahrzeug. Die Kälte macht ihm dabei einige Probleme. "Der Müll gefriert in den Tonnen fest, so dass man meistens kräftig rütteln und schlagen muss, um den Abfall zu lösen", sagt Pfützner. Die g

Quelle: Carola Fritzsche

Auch möchte Küfner - der gestern die Nachfolge der in den Ruhestand wechselnden Nadja Naumann antrat - die VHS zu einem Übersetzer der Spitzenforschung in Dresden machen und ein Form für "kritische Kulturdiskussion" bieten.

Dabei will der neue Direktor aber die Methoden seiner Vorgängerin nicht über den Haufen werfen, sondern weiterentwickeln. Denn Naumann und ihr Team hatten eingedenk des dynamischen Wandels auf dem Bildungsmarkt das Profil der VHS ständig nachtariert, um auf neue Interessen des Publikums zu reagieren. Der Erfolg gibt der scheidenden Direktorin Recht: Während viele Volkshochschulen bundesweit mit Besucherschwund kämpfen, konnte die Dresdner VHS das Jahr 2012 mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent und damit 36202 Kursanten abschließen.

Sieht man sich das Kursangebot genauer an, zeigt sich eine Schere: Die Resonanz auf Kunstseminare zum Beispiel brach um elf Prozent ein, die Computerkurse fanden 3,7 Prozent weniger Teilnehmer und auch die Jugendangebote ("junge vhs") hatten weniger Besucher - überhaupt diagnostiziert die scheidende Direktorin Naumann eine Überalterung des VHS-Publikums. Auch sei der Nachholbedarf, der den Computerkursen noch in den 1990ern einen Ansturm eintrug, nun definitiv gesättigt.

Indem sie in anderen Segmenten das Kursprogramm an den Zeitgeist anpassten, konnten die VHS-Dozenten (insgesamt 25 feste und bis zu 900 freie) freilich diese Schrumpfungsprozesse ausgleichen. Immerhin 17 Prozent des Angebots wurden erneuert, im Kurssegment "Gesellschaft und Umwelt" lag die Innovationsrate sogar bei 45 Prozent. Und das zahlte sich aus: Aktuelle Themen wie Euro-Krise oder "Arabischer Frühling" kamen an, insgesamt stiegen hier die Teilnehmerzahlen um 7,5 Prozent. Zuwächse verzeichneten aber auch Gesundheits- und Sprachkurse.

Auch das Standortnetz wurde verbessert, um mehr Besucher anzulocken: An der Gerokstraße in der Johannstadt entstand eine neue Außenstelle und in der kommenden Woche wird die frischsanierte VHS-Filiale Gorbitz (DNN berichteten) wiedereröffnet.

Ein Sorgenkind bleibt indes das Haupthaus: Die alte Plattenbauschule am Schilfweg in Gruna ist seit Jahren sanierungsbedürftig, doch städtisches Geld für eine Generalüberholung ist noch nicht mal in Sicht, wie Kulturbürgermeister und VHS-Vorstand Ralf Lunau (parteilos) auf Anfrage einräumte. Als Befreiungsschlag aus dieser Dauermisere erwäge man inzwischen, die VHS-Zentrale umziehen zu lassen und an einem ganz anderen Standort neu einzurichten - wo und wann das wird, ist indes noch unklar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.02.2013

Weckbrodt, Heiko

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