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Urania Dresden macht 2017 dicht - Jahresprogramm 2016 ist da

120 Veranstaltungen Urania Dresden macht 2017 dicht - Jahresprogramm 2016 ist da

2017 wird es das Urania-Vortragszentrum aller Voraussicht nach nicht mehr geben. Geschäftsführer Karl-Heinz Kloppisch hört auf. Mit ihm steht und fällt die Dresdner Urania. DNN sprachen mit dem 63-Jährigen über seine Beweggründe und das neue und zugleich letzte Jahresprogramm.

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Karl-Heinz Kloppisch leitet das Urania-Vortragszentrum seit 1982. 2017 zieht er sich zurück.

Quelle: Anja Schneider

Nein. 2017 wird es das Urania-Vortragszentrum aller Voraussicht nach nicht mehr geben. Geschäftsführer Karl-Heinz Kloppisch hört auf. Er hat das Urania-Vortragszentrum seit Juli 1982 geleitet. Mit ihm steht und fällt die Dresdner Urania. DNN sprachen mit dem 63-Jährigen über seine Beweggründe und das neue und zugleich letzte Jahresprogramm.

Ist das Aus für das Urania-Vortragszentrum schon beschlossene Sache?

Nein. Aber auf der Jahreshauptversammlung am 7. Februar 2016 gibt es einen Tagesordnungspunkt "Antrag auf Auflösung des Vereins" zum 31. Dezember 2016.

Warum wollen Sie aufhören?

Sehen Sie, ich habe seit 1990 mehr als 300 Reisen in 43 Länder vorbereitet und geleitet, bis 2004 unterstützt durch Lothar Klemm. Wir waren in Italien und Frankreich, aber auch im Oman und in Argentinien. Solche Bildungsreisen für jeweils 30, 40 Leute zu organisieren, ist für ein Ein-Mann-Unternehmen immer sehr anstrengend, geht bis hin zum Bordservice im Bus. 2015 habe ich die Reisen schon auf ein Minimum reduziert. Ohne die Bildungsreisen fehlt mir aber die finanzielle Grundlage, um die Vorträge abzusichern. Das ist die eine Seite, die andere ist, dass ich seit Jahren bis zu zehn Stunden, oft auch am Wochenende, arbeite und eigentlich seit 25 Jahren keinen richtigen Urlaub hatte.

Haben Sie in all den Jahren finanzielle Unterstützung von irgend einer Seite bekommen?

Nein. Weder von der Stadt noch vom Land.

Findet sich kein Nachfolger?

Nein, trotz großer Bemühungen. Es ist einfach auch so, dass die Leute zu mir sagen: Wenn Sie mitfahren, kommen wir mit. Das freut mich natürlich.

Das neue Jahresprogramm liegt vor. Was bietet es?

Fast 120 Veranstaltungen. Das sind sieben mehr als im zu Ende gehenden Jahr mit 5282 Besuchern - einige Vorträge und Tagesfahrten mehr also und nur noch eine Bildungsreise nach Israel. Die 14 Tagesfahrten führen unter anderem zu den Lausitzer Wehrkirchen und zu berühmten Orgeln in ganz Sachsen. Jede zweite Busfahrt ist schon ausgebucht.

Interessieren sich für die Vorträge ähnlich viele Leute wie für die Exkursionen?

Großen Zuspruch gibt es für die Dresdner Stadtgeschichte und da besonders für die Kunst-Themen. Ich habe z.B. schon mehr als 100 Anmeldungen für den Vortrag über Kurfürst August von Prof. Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes, im kommenden November.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Auf unser Ehrensymposium am 12. Mai 2016. Es ist einerseits Manfred von Ardenne gewidmet. Er war das einzige Ehrenmitglied unseres Vereins, der am 7. Februar 1991, also vor 25 Jahren, gegründet wurde. Andererseits ist am 12. Mai 1966, also vor 50 Jahren, das Urania-Vortragszentrum in Dresden eröffnet worden.

Sie leiten das Vortragszentrum seit 1982. Was hat sich im Vergleich zu DDR-Zeiten geändert?

Vor der Wende hatten wir in Spitzenzeiten 25 000 Besucher im Jahr, also fünf Mal mehr als heute, darunter viele junge Leute. Ihr Anteil ist rapide zurückgegangen. Wir hatten z.B. früher jeden Monat Veranstaltungen zur Astronomie mit 300, 400 vorwiegend Jugendlichen. Heute gibt es das Unterrichtsfach Astronomie nicht mehr, sondern nur noch als AG am Gymnasium in Klotzsche.

Was sind Ihre schönsten Momente gewesen?

Vielleicht die Veranstaltungsreihe "Simultan - Wissenschaft live" im Kulturpalast von 1986 bis '90. Auf drei Etagen fanden da zeitgleich Veranstaltungen, Vorträge und Podiumsgespräche mit bis zu 600 Besuchern statt. Themen waren u.a. Stadtentwicklung, Energiepolitik, Medizin und Technik oder Umwelt. Auch an die "Elbgespräche" erinnere ich mich gern. Das waren populärwissenschaftlich-unterhaltsame Tagesreisen mit einem Dampfer der Weißen Flotte.

Was kommt nach der Urania?

Wesentlich mehr Zeit zum Lesen, philosophische Themen und viel Belletristik sind liegengeblieben. Und ich will auch mal allein verreisen - zum Beispiel in die Schweiz. 1991 hatte ich die erste Bildungsreise der neuen Bundesländer nach Basel organisiert.

Gespräch: Katrin Richter

www.urania-vortragszentrum.de

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