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US-Amerikaner ist Fremdsprachenassistent am Dresdner Hülße-Gymnasium

In Dresden US-Amerikaner ist Fremdsprachenassistent am Dresdner Hülße-Gymnasium

Alec Walker gehört zu den 76 Fremdsprachenassistenten aus neun Ländern, die in diesem Schuljahr den Fremdsprachenlehrern an Sachsens Schulen als Muttersprachler zur Seite stehen. Der junge US-Amerikaner gibt ein Schuljahr lang Englisch am Hülße-Gymnasium in Dresden-Reick.

Alec Walker

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Alec Walker gehört zu den 76 Fremdsprachenassistenten aus neun Ländern, die in diesem Schuljahr den Lehrern an Sachsens Schulen als Muttersprachler zur Seite stehen. Der junge US-Amerikaner, der gerade seinen 24. Geburtstag gefeiert hat, gibt ein Schuljahr lang Englisch am Hülße-Gymnasium in Reick.

Woher genau kommen Sie?

Von der Ostküste – aus Boston in Massachusetts. Ich habe dort Germanistik und Geschichte studiert, bin im Mai fertig geworden. Und jetzt bin ich hier.

Dürfen Sie denn schon Englisch geben am Hülße-Gymnasium?

Ich habe mir in den vergangenen zwei Wochen angeguckt, wie die Lehrer hier unterrichten. Nach den Herbstferien darf ich dann Englisch geben. Ein richtiger Lehrer ist aber immer dabei. Die Schüler lernen hier British English. Das ist unserem Englisch aber ziemlich ähnlich.

Inwiefern unterscheidet sich das sächsische Bildungssystem von dem in Massachusetts?

Hier in Sachsen wechselt ja ein Teil der Schüler nach der 4. Klasse aufs Gymnasium, der andere auf die Oberschule. Bei uns gehen alle Schüler gemeinsam bis zur 5. Klasse auf die Elementary School, anschließend bis zur 8. Klasse auf die Middle School und dann, wer’s schafft, bis zur 12. Klasse auf die High School. Außerdem dauert die Unterrichtsstunde bei uns wirklich eine Stunde, und es gibt weniger Pausen. Ich habe den Eindruck, die Schüler hier sind hier nicht so gestresst wie bei. Sie haben mehr Zeit.

Möchten Sie später Lehrer werden?

Vielleicht eher Professor. Ich möchte nach dem Jahr in Dresden zu Hause promovieren.

Wie sind Sie ausgerechnet nach Dresden gekommen?

Ich habe Sachsen gewählt. Ich war noch nie im Osten Deutschlands und wollte mal etwas Neues sehen. Ich war im Sommer 2014 schon mal einen Monat in Berlin. Ich hatte ein Forschungsstipendium bekommen und mich an der Freien Universität Berlin mit der 1968er Studentenbewegung befasst.

Wie gefällt es Ihnen denn in Sachsens Landeshauptstadt?

Die Altstadt, ihre Architektur, ist wunderschön. Ich bin aber auch sehr gern in der Neustadt unterwegs.

Was ist anders hier als in Boston?

Die Straßenbahnen sind pünktlicher, schneller und sauberer als bei uns. Das ist mir sofort aufgefallen.

Wie finden Sie die Dresdner?

Ich habe den Eindruck, die Leute hier im Osten sind sehr nett – noch ein bisschen netter als die Bostoner. Aber so viel anders sind sie auch wieder nicht. Vielleicht sind die Dresdner am Anfang etwas reservierter als wir. Aber man findet auch hier recht schnell Freunde.

Deutschland heißt Flüchtlinge willkommen. Was halten Sie von der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin?

Ich finde, es ist vielleicht eine gute Idee, aber es ist schwer zu tun. Ich habe ein paar Flüchtlinge hier kennengelernt. Ein Mitbewohner aus meiner WG hilft ihnen. Die sind auf jeden Fall sehr nett und sprechen besser Deutsch als ich. Mehr kann ich im Moment noch nicht sagen.

Was halten Sie von den beiden Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump?

Ich bin für Hillary Clinton, obwohl ich nicht weiß, ob sie tatsächlich etwas verändern wird. Trump finde ich hässlich und gefährlich. Ich habe wirklich Angst und weiß nicht, was passieren wird, wenn er an die Macht kommt. Ich kenne in Boston niemanden, der für ihn stimmen wird.

Aus diesen Ländern kommen die Fremdsprachenassistenten: Polen (7), Tschechien (5), Großbritannien (15), Frankreich (14), USA (13), Kanada (2), Spanien (9), Russland (9), China (2)

Von Katrin Richter

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