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TU Dresden entsetzt über Massaker an der Universität von Garissa: 147 Tote in Kenia

TU Dresden entsetzt über Massaker an der Universität von Garissa: 147 Tote in Kenia

Wenige Stunden nach dem Massaker in Kenia mit 147 Toten an der Universität von Garissa äußert sich der Rektor der TU Dresden, Professor Hans Müller-Steinhagen, im Namen der gesamten Universitätsleitung: „Mit Entsetzen haben wir von dem schrecklichen Blutbad gehört, das die islamistische Shebab-Miliz an der Universität der ostkenianischen Stadt Garissa angerichtet hat.

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Hans Müller-Steinhagen, der Rektor der TU Dresden. (

Quelle: Arno Burgi)

Dabei wurden mehr als 140 Menschen, die meisten von ihnen offenbar Studenten, getötet. Wir verurteilen dieses Massaker wie jede Form von Gewalt und Terror aufs Schärfste. Universitäten sind Orte des Lernens, Lehrens und Forschens für eine bessere Welt. Jede Form von Gewalt, Nationalismus und religiöser Intoleranz richtet sich gegen den Kern der menschlichen Kultur. Wir fühlen mit den Betroffenen und den Angehörigen der Opfer und sprechen ihnen auf diesem Weg unser tief empfundenes Beileid aus."

Eric Hattke vom Referat Öffentlichkeitsarbeit des Stura ergänzt: „Als Studenten der TUD empfinden wir tiefe Trauer und Solidarität mit den Opfern und sehen dieses Massaker als einen Angriff auf die Würde aller Menschen."Gleichzeitig appellieren sowohl die Universitätsleitung als auch der Stura, diese Bluttat der Islamisten nicht für fremdenfeindliche Propaganda oder religiöse Zwecke zu missbrauchen.

Der verheerende Islamistenangriff auf die Universität von Garissa im Osten Kenias hat das Land in tiefe Trauer gestürzt. Mindestens vier maskierte Männer hatten die Hochschule am frühen Donnerstagmorgen gestürmt und anschließend fast 16 Stunden lang besetzt. Die militanten Islamisten töteten 147 Menschen, die meisten von ihnen waren Studenten. Sicherheitskräften gelang es, 580 weitere Studenten vor den brutalen Angreifern zu retten. Fast 80 Menschen wurden verletzt.

Zu der Tat hat sich die somalische Islamistenmiliz Al-Shabaab bekannt. Die Gruppe, die vor allem im Zentrum und Süden Somalias aktiv ist, geht auch dort mit unverminderter Härte gegen die Bevölkerung vor, um eine strenge Auslegung des islamischen Rechts Scharia durchzusetzen. Schon lange fordern die Fundamentalisten den Abzug kenianischer Truppen aus dem Nachbarland und verüben wegen des Militäreinsatzes Vergeltungsanschläge auf kenianischem Boden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich bestürzt über das Blutbad. „Dieser Anschlag auf unschuldige Menschen bringt erneut zum Ausdruck, mit welcher Brutalität die Terroristen von Al-Shabaab vorgehen und dass sie in ihrer menschenverachtenden Gesinnung keinerlei Skrupel kennen“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Er versicherte der kenianischen Regierung die Solidarität der Bundesregierung. Augenzeugen sagten der Zeitung „Daily Nation“, die Angreifer hätten die Studenten aufgefordert, Verse aus dem Koran zu zitieren. „Sie standen vor den Wohnheimen und stellten Fragen über den Islam und den Propheten“, sagte der Hochschüler Hassan Abdi. Offensichtlich ermordeten die Extremisten hauptsächlich christliche Studenten, die nicht antworten konnten. Wie die „Daily Nation“ weiter berichtete, zündeten die Angreifer zum Schluss Sprengstoffgürtel und verletzten Sicherheitspersonal. Vorher hatten sie sich stundenlang mit einer unbestimmten Zahl von Geiseln in einem Wohnheim auf dem Campus verschanzt. Viele Leichen wurden nach Angaben des Roten Kreuzes in die Hauptstadt Nairobi geflogen.

Die Organisation bat die Angehörigen der Opfer über den Kurzmitteilungsdienst Twitter, die Toten zu identifizieren. Die Afrikanische Union (AU) verurteilte den Angriff auf Schärfste und sprach von einer „feigen Terrorattacke“ und einem „barbarischen Akt“. AU-Chefin Nkosazana Dlamini-Zuma würdigte gleichzeitig den militärischen Einsatz Kenias in Somalia. Das Land habe „riesige Opfer gebracht, um das Nachbarland zu stabilisieren“. Der Angriff war der blutigste in Kenia seit dem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Nairobi im Jahr 1998, bei dem über 200 Menschen getötet wurden. Im September 2013 hatte die Al-Shabaab ihren bisher schwersten Anschlag in Kenia verübt, als Terroristen das Einkaufszentrum Westgate stürmten. Mindestens 67 Menschen kamen bei der mehrere Tage dauernden Attacke ums Leben.

jv mit dpa

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