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Studie der TU Dresden: Schulessen in Dresden lässt oft zu wünschen übrig

Studie der TU Dresden: Schulessen in Dresden lässt oft zu wünschen übrig

Schüler bekommen oft zu viel Fleisch und verarbeitete Kartoffelprodukte, aber zu wenig nicht panierten See-fisch, frisches Gemüse und Obst vor-gesetzt.

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Klaus Dieter Pursche, Leiter der Dreikönigschule, kritisiert, dass die beiden Speiseräume viel zu klein sind für die 280 Gymnasiasten, die täglich hier essen.

Quelle: C. Fritzsche

Von Katrin Richter

Sie müssen ihr Mittagessen nicht selten in zu kleinen, dunklen, mithin wenig ansprechenden Speiseräumen einnehmen. Die Mahlzeiten werden mitunter länger als zwei Stunden warmgehalten, die Essenspause hingegen ist zu kurz. Zu diesem Ergebnis ist die TU Dresden in einer Studie gekommen, die das Sozialministerium in Auftrag gegeben hatte. 1500 Fragebögen waren im vergangenen Jahr an Sachsens Schulen verteilt und ausgewertet worden.

Speiseräume am Gymnasium Dreikönigschule viel zu klein

Klaus Dieter Pursche, Leiter des Gymnasiums Dreikönigschule (DKS) in der Neustadt, kann die Beanstandungen nur bestätigen. Kritikpunkt 1 - der Essenanbieter: "Eine Elterngruppe hat sich dafür eingesetzt, dass unser Gymnasium mit Schuljahresbeginn zum Anbieter ,Sodexo Cook & Chill' gewechselt ist", berichtet er. Mit der Qualität des Essens seien die Schüler jetzt wesentlich zufriedener. "Im vergangenen Schuljahr haben 37 Prozent der Schülerschaft mitgegessen, jetzt sind es mehr als 40 Prozent", sagt Pursche. Insgesamt 610 Schüler besuchen die Dreikönigschule.

Kritikpunkt 2 - der Speiseraum: "Wir haben zwei Essenausgaben, eine im Haus B mit 32 Plätzen, die andere im Haus C mit 84 Plätzen", erklärt der Schulleiter. Viel zu wenig für die knapp 280 Gymnasiasten, die in der Schule mitessen. Tag für Tag bildeten sich lange Schlangen vor der Ausgabe, die Schüler müssten das Mittagessen dann regelrecht hinunterschlingen. Die Eltern schlagen vor, einen Container aufzustellen, bis 2014 die versprochene neue Sporthalle steht und die uralte Turnhalle zum Speiseraum umgebaut wird. Jährlich 22 000 Euro würde das kosten, haben sie errechnet.

Das Schulverwaltungsamt lehnt das Ansinnen ab: "Die Schulleitung ist gefordert, durch eine variable Gestaltung der Pausenzeiten einen mehrfachen Wechsel in den Speiseräumen zu ermöglichen", heißt es. Das hält Schulleiter Pursche für nicht zumutbar. "Eine dreischichtige Auslastung würde bedeuten, dass der Unterricht erst 15 Uhr beendet ist und Schüler aus dem Schönfelder Hochland und Plauen noch später nach Hause kommen als jetzt schon."

17 315 Schüler nahmen an der Schulspeisung teil

Im vergangenen Schuljahr haben nach Angaben des Schulverwaltungsamtes 17 315 Schüler in der Schule Mittag gegessen. Das sind knapp 53 Prozent. Zum Vergleich: 2003/04 waren es nur 30 Prozent, 2007/08 dann schon 48 Prozent. Angaben über die aktuelle Zahl der Mitesser liegen dem Amt erst im Januar kommenden Jahres vor. 14 Essenanbieter, einer weniger als im vergangenen Schuljahr, beliefern Dresdens Schulen. Die Schulen können ihren Essensversorger frei wählen. Will eine Schule den Caterer wechseln, wird die Leistung "Schulspeisung" im Amtsblatt ausgeschrieben und die Firmen können ihr Angebot abgeben. Eltern, Lehrer und Schüler entscheiden dann auf der Schulkonferenz, wer den Zuschlag erhält.

Immerhin: Zum morgigen "1. Sächsischen Tag der Schulverpflegung" unter Schirmherrschaft von Sozialministerin Christine Claus (CDU) wollen Essensanbieter an insgesamt 500 Schulen besonders gesunde und zugleich leckere Speisen kredenzen. "30 Schulen machen gleich einen Projekttag zum Thema draus", berichtet Manuela Sorg von der Verbraucherzentrale Sachsen. Die Verbraucherschützer haben eine Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung eingerichtetet. Dort können sich Eltern Rat in Sachen gesunde Brotdose und ausgewogene Mittagsverpflegung holen.

10 621 Anträge auf Erstattung der Kosten fürs Mittagessen

Bis 30. September sind nach Informationen aus dem Sozialamt 10 621 Anträge auf Übernahme der Kosten fürs Mittagessen in Schulen und Kitas im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes der Bundesregierung bewilligt worden. Einheitliche Fördersätze gibt es nicht, weil die Essenpreise je nach Anbieter recht unterschiedlich ausfallen. Einen Euro pro Essen müssen die Eltern selbst berappen. Die Stadt hat in diesem Jahr mit 4,9 Millionen Euro kalkuliert. Davon entfallen 2,1 Millionen Euro auf das Mittagessen für Schüler.

www.vernetzungsstelle-sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2011

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