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Studentin aus Dresden gewinnt Architekturpreis

Studentin aus Dresden gewinnt Architekturpreis

Hohe Auszeichnung für eine Dresdner Studentin: Die angehende Architektin Weijie Weng hat für ihre an der Technischen Universität erstellte Arbeit "Keimzellen - AgriScienceCluster" den Architekturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft gewonnen.

Von christoph stephan

Der erste Platz ist mit 4000 Euro Preisgeld dotiert. "Ich habe das alles noch gar nicht richtig realisiert. Für mich war es eine riesengroße Überraschung, diesen Preis gewonnen zu haben", erzählt die 28-jährige Chinesin den DNN.

Vor einigen Jahren kam sie nach Deutschland, um zu studieren. Nach Dresden verschlug es Weng wegen freier Sprachkursplätze - inzwischen ist sie im zehnten Semester. Kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung zur Architektin nahm Weijie Weng an dem studentischen Ideenwettbewerb des Kulturkreises teil und gewann.

Im Mittelpunkt stehen alljährlich Fragen der architektonischen Transformation. Diesmal bestand die Aufgabe darin, sich Gedanken über die Gestaltung eines modernen Arbeitsorts und attraktiven Standorts für erfolgreiche Spitzenforschung zu machen, der Forscher aus aller Welt anziehen könnte. Konkret sollten die Teilnehmer auf dem Gelände des heutigen Agrarzentrums der BASF in Limburgerhof einen modernen Campus unter wichtigen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit entwerfen. Energie- und Ressourcenschonung stand dabei im Mittelpunkt.

Weijie Weng tüftelte mehr als zwei Monate über ihrer Arbeit "Keimzellen", setzte viele ihrer Ideen gestalterisch um (siehe Visualisierung) und verwarf viele. Am Ende machte sie die Jury unter Vorsitz des italienischen Architekten Prof. Vittorio Magnago Lampugnani trotzdem glücklich: "Der Entwurf überzeugt durch sein städtebauliches und freiräumliches Konzept, wobei die Themen Landschaft und Ernährung in besonderem Maße aufgegriffen und umgesetzt wurden. Das vorgestellte Projekt hat ein hohes Identifikationspotenzial und findet angemessene Antworten auf die komplexe Fragestellung", urteilten die Jurymitglieder.

Weijie Weng setzte sich gegen Studenten von sieben Hochschulen aus ganz Deutschland durch. Und gibt sich trotzdem bescheiden: "Ich habe im vergangenen Semester viel gearbeitet und bin ziemlich müde. Ich glaube, mit dem Preisgeld mache ich erst einmal richtig schön Urlaub", verrät die 28-Jährige. Sie stammt übrigens aus Hangzhou, Dresdens Partnerstadt in China. Aber dieser Umstand habe keinen Einfluss auf ihre Studienplatzwahl gehabt.

Ihre Zukunft sieht Weng nicht in der sächsischen Landeshauptstadt. "Ich möchte nach meinem Abschluss noch ein bis zwei Jahre in Deutschland arbeiten und dann zurück nach China gehen. Die beruflichen Chancen sind dort einfach besser." Gut gefallen hat es ihr in Dresden trotzdem, auch durch die Brille des Architekten gesehen. "Ich mag Gebäude, die schlicht und einfach sind. Die Synagoge und die Universitätsbibliothek SLUB zum Beispiel halte ich für sehr gelungen", sagt sie.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.05.2012

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