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Streit an der TU Dresden: Rektor stellt sich Architekturstudenten

Streit an der TU Dresden: Rektor stellt sich Architekturstudenten

Hans Müller-Steinhagen und Kanzler Wolf-Eckhard Wormser haben sich gestern Abend einer Diskussion mit mehreren hundert Architekturstudenten gestellt.

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In Anspielung auf das Geschicklichkeitsspiel "Jenga", das mit dem Einsturz eines Turms endet, machte diese Architekturstudentin ihrem Unmut über die Folgen der Exzellenzinitiative für ihre Fakultät Luft.

Quelle: Carola Fritzsche

TU-Rektor Prof. Das Zusammentreffen war brisant, immerhin ist erst vor einigen Tagen bekannt geworden, dass die Fakultät Architektur zentral an der August-Bebel-Straße angesiedelt werden soll und nicht wie seit Jahren geplant im Fritz-Foerster-Bau (DNN berichteten).

Von Teilnehmern der Diskussion, die immer hitziger wurde, erfuhren die DNN, dass Müller-Steinhagen die Entscheidung des Landes und der Universitätsspitze verteidigte, schließlich könne auf diesem Weg die derzeit völlig zersplitterte Verwaltung der TU endlich unter einem Dach arbeiten. Unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung wurden Journalisten von der ursprünglich öffentlichen Diskussion ausgeschlossen - offenbar wollte man sicher gehen, dass keine Details nach außen dringen.

Harsche Kritik an ihrem Vorgehen ernteten Müller-Steinhagen und Wormser von Seiten vieler Studenten aber auch von Professoren. Sie halten die Räumlichkeiten an der August-Bebel-Straße, vor allem das "Blaue Haus" aus DDR-Zeiten, für völlig ungeeignet für die Lehrstühle aus dem Bereich Architektur. Kanzler Wormser gab zu, dass dort eigentlich benötigte große Studio- und Arbeitsräume definitiv nicht entstehen können. Es gebe zwar Optionen, diese zu bauen, aber eben an einem anderen Ort auf dem Universitätsgelände. Zudem liegen die Lehrgebäude an der August-Bebel-Straße dezentral.

Zu den Kosten für die Umplanungen wollten sich die Vertreter der Unileitung trotz Nachfrage aus dem Publikum nicht äußern. Dabei wäre die Antwort sehr interessant, schließlich landeten die bereits abgeschlossenen Planungen für den Einzug der Fakultät Architektur im Fritz-Foerster-Bau während der Sommerferien im Papierkorb.

TU-Sprecherin Kim-Astrid Magister begründete bereits am Montag den stattdessen geplanten Einzug der Verwaltung und eines Graduierten-kollegs mit den Erfordernissen aus der Exzellenzinitiative. Im Zuge der Diskussion kam heraus, dass die da-mit verbundenen Gelder relativ schnell investiert werden müssen, damit sie nicht verfallen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.10.2012

Christoph Stephan

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