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Streit an der TU Dresden: Architekturstudenten fühlen sich von Uni und Land hintergangen

Streit an der TU Dresden: Architekturstudenten fühlen sich von Uni und Land hintergangen

Seit Jahren hoffen Architekturstudenten der TU Dresden und die Mitarbeiter der Fakultät auf 2015. Denn bis dahin soll der Fritz-Foerster-Bau an der Mommsenstraße saniert sein.

Und diesen sollten die Lehrstühle der Fakultät Architektur, die derzeit noch über das gesamte Unigelände verstreut sind, dann eigentlich geschlossen beziehen. Doch was bis vor einigen Wochen noch als sicher galt, ist mittlerweile der sprichwörtliche Schnee von gestern. Denn anstatt der Architekten wird wohl künftig die Verwaltung der TU Dresden im Fritz-Foerster-Bau residieren. Das bestätigte gestern die Sprecherin der Universität, Kim-Astrid Magister, auf DNN-Anfrage.

Die Architekturstudenten wurden von diesen Umplanungen kalt erwischt. Sie sollen nun ab 2016 in den Gebäuden an der August-Bebel-Straße lernen. "Unsere Studienbedingungen sind jetzt schon sehr schlecht", schimpft Tilman Ringat vom Fachschaftsrat. "Der Fritz-Foerster-Bau ist seit fast zwei Jahrzehnten die Hoffnung der Fakultät, endlich die unbedingt notwendigen Studio- und Arbeitsräume anbieten zu können. Ein angeblicher Beschluss wurde innerhalb von zwei Monaten über die Sommerferien von der Unileitung und den Ministerien 'durchgeprügelt', ohne irgendeine Rücksprache mit der Fakultät zu führen." Aus seiner Sicht ist der Standort August-Bebel-Straße aus verschiedenen Gründen ungeeignet: Zum einen liegen Gebäude wie das markante "Blaue Haus" aus DDR-Zeiten schlicht und einfach ab vom Schuss. Der Weg zu Laboren, aber auch zur Universitätsbibliothek und den großen Mensen kostet viel Zeit. "Als Architekturstudenten benötigen wir zudem große Räume, um arbeiten zu können. Die Grundrisse des 'Blauen Hauses', das man uns zur Verfügung stellen will, gehen überhaupt nicht. Auch im Zuge einer Sanierung kann sich da wegen der Zeilenbauweise nicht wesentlich etwas ändern", meint Marcus Lieder, ebenfalls ein Mitglied des Fachschaftsrates.

TU-Sprecherin Magister verteidigt das Vorgehen der Universitätsspitze. "Die alten Planungen mit Blick auf den Fritz-Foerster-Bau waren fast 20 Jahre alt", sagt sie. "Jetzt - nicht zuletzt durch die Entscheidung in der Exzellenzinitiative - gibt es neue Erfordernisse für die gesamte Universität." So könne eine zersplitterte Verwaltung, die sich wie derzeit an der TU über zahlreiche Standorte verteilt, nicht so effizient wie möglich arbeiten. "Dies tangiert natürlich auch die Bereiche Lehre und Forschung", betont Magister unter anderem mit Blick auf das Immatrikulations- und das Akademische Auslandsamt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.10.2012

Christoph Stephan

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