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Steht die Fachhochschule Dresden vor dem Aus?

Steht die Fachhochschule Dresden vor dem Aus?

Wie geht es weiter mit der Fachhochschule Dresden? Der Wissenschaftsrat hat sich in einem Bericht vom 13. Juli gegen eine positive Reakkreditierung der Hochschule ausgesprochen.

Aufgrund zahlreicher Mängel stellte der Wissenschaftsrat fest, dass die Fachhochschule Dresden den Maßstäben einer Hochschule nicht entspricht.

Die private Fachhochschule Dresden wurde vor fünf Jahren erfolgreich vom Wissenschaftsrat akkreditiert und vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst staatlich anerkannt. In seinen Sitzungen am 9. und 10. Juli versagte der Wissenschaftsrat der Hochschule jedoch die Reakkreditierung. Gründe dafür waren das defizitäre Dokumentations- und Berichtswesen, der mehrfache Wechsel im Studienangebot und mangelndes Personal. "Die Leitungsstruktur der Hochschule liegt unterhalb der Erwartungen an eine akademische Einrichtung", hieß es im Bericht des Wissenschaftsrates. Die erfolgreiche Akkreditierung einer privaten Bildungseinrichtung durch den Wissenschaftsrat ist die wesentliche Voraussetzung für die staatliche Anerkennung als Hochschule durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Mit der staatlichen Anerkennung wird erklärt, dass die private Hochschule insgesamt und vor allem im Hinblick auf die Qualität von Lehre und Forschung dem Niveau staatlicher Hochschulen entspricht.

Ein Maßnahmenplan, um die Kritikpunkte des Wissenschaftsrates auszuräumen, wird dieser Tage geprüft. Die Änderungen werden heute Nachmittag im Ministerium vorgestellt und besprochen. Das Rektorat der Hochschule hat bereits auf die Kritik reagiert. "Die angestrebten Änderungen betreffen vor allem unsere Grundordnungen", sagt Dr. Ralph Großmann, Rektor der Fachhochschule Dresden. "Deshalb haben wir einen Senat ins Leben gerufen, der am 8. September konstituiert wird."

Studierende der Fachhochschule müssen sich dennoch nicht um ihren Abschluss sorgen. "Oberstes Gebot ist die Sicherstellung einer ordentlichen Ausbildung für die Studierenden", so Andreas Friedrich, Pressesprecher des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. "Es wird eine rasche Aufarbeitung angestrebt, der Betrieb der Hochschule darf und wird nicht sofort in seiner Gesamtheit untersagt werden." Für den Fall, dass die Fachhochschule Dresden nicht erfolgreich reakkreditiert wird, haben die Studenten trotzdem die Möglichkeit, ihr Studium zu beenden. "Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst würde im Falle des Widerrufs der Anerkennung die Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen rechtsaufsichtlich überwachen", so Friedrich weiter.

Die Fachhochschule Dresden bietet ihren derzeit 446 Studenten Studiengänge mit den thematischen Schwerpunkten Business Administration, Tourismus und Event Management, Sozialpädagogik und Management, Pflege und Gesundheitsmanagement sowie Mode- und Grafikdesign an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.08.2015

Juliane Weigt

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