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Statt Supermarkt ein Denkmalbad im Busbahnhof Tolkewitz - Zehntklässler aus der Sieben-Schwaben-Schule gewinnen 1. Sächsischen Kinder- und Jugenddenkmalpreis

Johanna Wunderlich, Patrick Graudons und acht weitere Schüler aus der 10. Klasse der 32. Mittelschule "Sieben Schwaben" haben den Sächsischen Kinder- und Jugenddenkmalpreis gewonnen.

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Haben zwei Jahre lang den Busbahnhof Tolkewitz erforscht: Johanna Wunderlich und Patrick Graudons aus der 10. Klasse der 32. Mittelschule.

Quelle: Christian Juppe

Ihr ausgezeichnetes Projekt heißt: "Der Bahnhof Tolkewitz - ein Denkmal im Umbruch". Bei der Siegerehrung am Sonntag in Olbernhau wird ihnen und ihrer Projektlehrerin Ulrike Wolf Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Hand schütteln.

Frage : Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen, euch mit dem Busbahnhof Tolkewitz zu beschäftigen?

Patrick : Zunächst einmal muss man wissen, dass unsere Schule im Rahmen des Pegasus-Projekts "Schulen adoptieren Denkmale" schon seit 1995 Denkmale erforscht - zum Beispiel den Tolkewitzer Friedhof und unsere eigene Schule, die ja ein alter Erlwein-Bau ist. Seit zwei Jahren beschäftigen wir uns nun mit der Geschichte des alten Busbahnhofs Tolkewitz. Wir haben zum Beispiel im Stadtarchiv und im Archiv der Verkehrsbetriebe nachgeforscht und zum Vergleich Fotos vom Bahnhof gemacht, wie er heute aussieht. Er ist ja schon 140 Jahre alt und war anfangs eine Pferdebahn für 200 Pferde. Auf ihn sind wir gekommen, weil er gleich hier um die Ecke liegt und heute nicht so aussieht, wie wir uns das wünschen.

Was wünscht ihr euch denn?

Johanna : Wir finden, dass der Supermarkt, der jetzt drin ist, nicht wirklich hineingehört in so ein schönes Denkmal und auch nicht gut angenommen wird. Wir Mädchen haben uns überlegt, dass sich ein Denkmalbad gut darin machen würde und ein Modell davon angefertigt. Es gibt ein großes Schwimmbecken, außerdem eine Sauna und ein Sprudelbecken. Als Umkleiden könnten alte Busse dienen.

Patrick : Wir, also die Jungsgruppe, haben einen ganz anderen Gegenentwurf gemacht. Wir können uns einen Jugendclub gut drin vorstellen - mit Band-Probenraum, Küche, Bar, Tischtennisplatten für draußen und zwei alten, zu Aufenthaltsräumen umfunktionierten Bussen.

Und die beiden Modelle präsentiert ihr am Sonntag in Olbernhau...

Johanna : Genau. Und wir nehmen auch die Schautafeln mit, die wir angefertigt haben. Darauf haben wir die wechselvolle Geschichte des Bahnhofs dokumentiert. Er diente ja bis 1975 als Depot für O-Busse, danach für Kraft-Omnibusse und verfiel nach der Wende, bis schließlich der Supermarkt einzog.

Gespräch: Katrin Richter

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2012

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