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Sporthalle für Dresdner Schillerschule auf Kippe: Stadtrat soll über Erweiterungsbau befinden

Sporthalle für Dresdner Schillerschule auf Kippe: Stadtrat soll über Erweiterungsbau befinden

Spannend dürfte es am Donnerstag im Stadtrat werden, wenn es um den 9,5 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau der Loschwitzer Schillerschule inklusive Sporthalle geht.

Immerhin hatte der Ortsbeirat Loschwitz die Pläne der Stadtverwaltung auf seiner jüngsten Sitzung am 7. März abgelehnt. Und der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz stört sich vor allem an der Dimension des Neubaus und befürchtet, dass er die Sichtbeziehung zur Loschwitzer Kirche einschränken könnte.

Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll der Erweiterungsbau aus vier Geschossen bestehen. Die Einfeldsporthalle inklusive Umkleideräume kommt ins 2. Untergeschoss. Die darüber liegende Speiseausgabe soll straßenseitig als Souterrain wahrgenommen werden. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss schließlich sind drei zusätzliche Fachunterrichtsräume und sieben Klassenräume vorgesehen. Über einen Verbinder im 1. Obergeschoss können die Schüler vom Neu- in den Altbau gelangen. Damit der Neubau Mitte Mai beginnen kann, soll die alte Halle Ende April abgerissen werden.

"Erhebliche Bedenken" gegen den Neubau hegt der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz: "Der Baukörper wird die Sichtbeziehung zur Loschwitzer Kirche massiv einschränken", moniert Vorsitzender Jürgen Frohse. Dass die Elbseite der Kirche als Hauptfassade ausgebildet wurde, gehe auf die Idee August des Starken zurück, die Stadt und die flussbegleitende Bebauung von der Elbe aus erlebbar zu machen. "Bereits beim Bau der Schillerschule Anfang des 20. Jahrhunderts hat man diesen Umstand bedacht und das Schulhaus nach anfänglicher Kritik versetzt", erklärt Frohse. Es sei ein Fehler, die Schule auf drei Züge (sprich Parallelklassen) zu erweitern. "Mit nur zwei Zügen kann niedriger gebaut werden", meint er.

Dem widerspricht Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes: "Der Schulnetzplan weist die Schillerschule ganz klar als dreizügige Oberschule aus", betont er. Drei Parallelklassen zu bilden, halte er nach wie vor für berechtigt. Die Schule werde traditionell nicht nur von Loschwitzer, sondern auch von Blasewitzer Kindern besucht. Die Befürchtung, dass die 88. Oberschule in Pillnitz dann mangels Schülern wieder wackeln könnte, hält Schmidtgen für unbegründet. "Die 88. ,holt' ihre Kinder aus Niederpoyritz, Hosterwitz, Pillnitz, Graupa und auch aus dem linkselbischen Gebiet."

Was die Dimension des Erweiterungsbaus anbelange, habe man sich mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt. "Der Neubau darf nur eine bestimmte Höhe haben, sein Flachdach endet unterhalb der Traufhöhe des Altbaus", nennt Schmidtgen ein Kriterium. Katrin Richter

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.03.2014

Richter, Katrin

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