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Sparmaßnahmen: Dresdner Bibliotheken halbieren Angebot der Fahrbibliothek

Sparmaßnahmen: Dresdner Bibliotheken halbieren Angebot der Fahrbibliothek

In Zukunft werden manche Dresdner Bibliotheksnutzer weitere Wege als bislang auf sich nehmen müssen. Ab dem 29. Juli fährt die Fahrbibliothek der städtischen Bibliotheken 13 Stationen nicht mehr an.

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Quelle: dpa

Betroffen sind unter anderen Blasewitz, Loschwitz, Striesen und die Station im Hechtviertel. Grund für die Einschränkung des Fahrplanes ist die Stilllegung eines Bibliotheksbusses. In Zukunft soll nur noch ein Fahrzeug alle übrigen 14 Stationen anfahren.

Sehr verärgert darüber ist unter anderem die Leserin Gertrude Stricker. „Am 10. Juli wurde ein Schild an der Station Wittenberger Straße angebracht, dass ab 29. Juli hier keine Ausleihe mehr stattfindet“, so die Dresdnerin. „Mir wurde gesagt, dass die Ausleihquote auf der Wittenberger Straße in Striesen bis jetzt sehr gut war. Wir als Nutzer werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das Ende wird sein: Die Ausleihzahlen gehen zurück, die Autos werden nach und nach still gelegt.“ Erst vor kurzem hatte Gertrude Stricker in den Medien gelesen, dass die Städtischen Bibliotheken in Dresden den 5. Platz der besten Bibliotheken deutschlandweit belegen und kann die Sparmaßnhamne nicht nachvollziehen.

„Wir sind nicht glücklich über die Stilllegung unseres Fahrzeuges, müssen uns aber fügen“, so Elke Ziegler von den Städtischen Bibliotheken. „Wir sind gehalten, durch Personalkosteneinsparung ein Fahrzeug unserer Fahrbibliothek stillzulegen, die immerhin seit 1929 existiert und die älteste fortlaufend bestehende mobile Einrichtung Deutschlands ist. Das Ziel unserer intensiven Arbeit besteht darin, flächendeckend Bildung zu vermitteln, was selbstverständlich auch Anliegende der Kommune ist“, so die Sprecherin weiter.

Nach Angaben der Stadt spare man durch die Stilllegung 10.000 Euro jährlich. Personalkosten sind dabei nicht eingerechnet. Wie die Bibliotheken mitteilten, kann die geforderte Personaleinsparung von zwei Prozent gemäß Haushaltsbeschluss 2013/14 für die Städtischen Bibliotheken nur über die Stilllegung einer Fahrbibliothek und die Halbierung der Haltestellenzahl erreicht werden. So sollen bis zur Eröffnung der Zentralbibliothek im Kulturpalast drei Personalstellen eingespart werden, die dann zur Absicherung der dortigen Öffnungszeiten benötigt werden. Der Verzicht auf das zweite Fahrzeug soll außerdem die Investitionskosten reduzieren und sicherstellen, dass der verbleibende Bus 2015 tatsächlich ersetzt werden kann. Der Betrieb einer Bibliothek gehöre zu den freiwilligen kommunalen Aufgaben. Offenbar sei die finanzielle Situation der Stadt Dresden so sehr angestrengt, dass diese substantiellen Einsparungen getroffen werden müssen, bedauerte Elke Ziegler auf Anfrage von DNN-Online. Als Alternativen für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, weist Elke Ziegler auf den ehrenamtlichen Bücherhausdienst hin.

Julia Vollmer

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