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Sonntagsöffnungszeiten: Dresdens Stadtbibliothek winkt ab, SLUB ist begeistert

Sonntagsöffnungszeiten: Dresdens Stadtbibliothek winkt ab, SLUB ist begeistert

Der Deutsche Bibliotheksverband (DBV) will Sonntags-Öffnungszeiten in kommunalen Bibliotheken zum Thema im Bundestags-Wahlkampf machen: Der Bedarf in der Bevölkerung - insbesondere unter Berufstätigen und Alleinerziehenden - sei groß, argumentiert der Verband unter Verweis auf Umfragen des DBV und der "Stiftung Lesen", anders als wissenschaftliche Bibliotheken haben öffentliche Leihbüchereien jedoch kein Sonntags-Privileg.

In Dresden allerdings winken die Städtischen Bibliotheken ab - aus Kostengründen und wegen mangelnden Nutzerinteresses.

"Ich finde es anachronistisch, den öffentlichen Bibliotheken gesetzlich zu verbieten, sonntags zu öffnen", sagte Arendt Flemming, Direktor der Städtischen Bibliotheken. "Unsere eigenen Umfragen haben aber ergeben, dass das Interesse unter unseren Nutzern daran eher gering ist. Sie wollen eher längere Öffnungszeiten an den Samstagen. Dies werden wir nach dem Umbau des Kulturpalastes in der neuen Zentralbibliothek auch aufnehmen." Sonntags-Öffnungszeiten seien auch eine Kostenfrage: Erst kürzlich hatten die Dresdner Leihbüchereien die Hälfte ihrer Fahrbibliothek einstampfen und ihre Öffnungszeiten in vielen Filialen reduzieren müssen, um Sparauflagen aus dem Rathaus zu erfüllen (DNN berichteten).

Ganz anders indes stellt sich die Situation in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek (SLUB) am Zelleschen Weg dar: Die führte auf eine studentische Initiative hin bereits ab 2003 - zunächst sporadisch - offene Sonntage ein, da das Nutzerinteresse groß war und es entsprechende Ausnahmereglungen für wissenschaftliche Bibliotheken im Bundesarbeitszeitgesetz gibt.

Wegen der guten Resonanz auf die Pilotphase ist die SLUB dazu übergegangen, jeden Sonntag (außer an Feiertagen) zu öffnen. Zwar seien die Besucherzahlen an Sonntagen nicht ganz so hoch wie an Wochentagen, aber doch beachtlich, betonte SLUB-Sprecher Jens Bemme, der das Projekt vor zehn Jahren - damals noch als Student - mitinitiiert hatte. Kommen zum Beispiel in einer "normalen" Herbstwoche zwischen 4000 und 6000 Bildungshungrige in die SLUB, sind es sonntags etwa 2000. "In der Prüfungszeit können es an Sonntagen aber auch schon mal 4000 Besucher sein", betonte Bemme.

Diese Wochenend-Chance werde im Übrigen nicht nur von Studenten zum Lernen und Lesen genutzt, sondern zum Beispiel auch von Hobby- und Profi-Forschern von außerhalb, die extra für den SLUB-Besuch nach Dresden reisen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2013

Heiko Weckbrodt

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