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Schulstart mit Hindernissen - Gymnasium Klotzsche: Container tip top, aber Mobiliar fehlte

Schulstart mit Hindernissen - Gymnasium Klotzsche: Container tip top, aber Mobiliar fehlte

Die Lehrer des Gymnasiums Klotzsche nennen ihre neue Errungenschaft liebevoll-ironisch die "Containerburg". Dabei stellt der dreistöckige Neubau an der Karl-Marx-Straße, der seit Frühjahr fast vis à vis vom Stammhaus entstanden ist, den alten Plattenbau auf der anderen Straßenseite bei weitem in den Schatten.

Von Katrin Richter

"Große, helle Räume und Technik vom Feinsten bis hin zu elektrischen Außenjalousien an den Fenstern" - Magdalena Grüger aus der "10." ist wie ihre Klassenkameraden sehr angetan von den "mobile Raumeinheiten" genannten Zimmern.

Am Montag haben die 10., 11. und 12. Klassen das neue Nebengebäude in Besitz genommen. Gleichwohl war es ein Start mit Hindernissen: "Zwölf Räume waren nicht nutzbar, weil schlicht und ergreifend Tische, Stühle und auch Schränke fehlten - schade", sagt Jens Rieth, der stellvertretende Schulleiter. Und in sämtlichen Fachkabinetten sei die Technik noch nicht installiert gewesen. "Wir haben uns selber geholfen, das alte Mobiliar aus der ehemaligen Außenstelle in der Turnhalle zwischengelagert und nun hier vorübergehend hineingestellt", erklärt Rieth. Er hofft, dass die Schüler nun alle Fachkabinette in Besitz nehmen können. "Mit dem Informatikkabinett kann es allerdings noch Wochen dauern, u.a. weil es keinen Internetanschluss gibt", so Rieth. Den Verzug kann der Pädagoge nicht so recht nachvollziehen. Wann das neue Schuljahr beginne, sei doch kein Geheimnis.

Die Fertigteilschule verfügt insgesamt über 20 Zimmer - 12 allgemeine Unterrichtsräume, dazu Fachräume für Physik, Biologie, Chemie und Informatik, außerdem Kunst- und Musikzimmer sowie ein Mehrzweckraum für den Profilunterricht. Die Kosten für die Errichtung beziffert die Stadt auf 730 000 Euro, den Preis für den Abbau auf 213 000 Euro. Die Mietkosten für sieben Jahre liegen bei geschätzten 2,9 Millionen Euro. Denn so lange soll die Containerschule zunächst stehen.

Eine Aula kann allerdings auch die komfortabelste Fertigteilschule nicht bieten. "Wir müssen jedes Jahr für die Abifeiern ins Akademie-Hotel an der Königsbrücker Straße ausweichen", nennt Rieth ein Beispiel. Und er hofft inständig, dass das Gymnasium Klotzsche in sieben Jahren vielleicht doch noch einen festen Neubau bekommt. Auf jeden Fall hat sich die Schule jetzt erst einmal eine Ampel erkämpft, damit die Gymnasiasten sicher über die Karl-Marx-Straße ins andere Schulgebäude kommen.

Nicht ganz einfach gestaltet sich im Augenblick der Sportunterricht: "Die Schüler fahren mit dem Bus entweder in die 86. Mittelschule an der Alexander-Herzen-Straße oder nutzen einen Raum an der Schwimmhalle in Klotzsche", erklärt Rieth. Die alte Tonnensporthalle soll im Oktober ab- gerissen werden und Platz für eine neue Dreifeldhalle machen. Der Fertigstellungstermin: Sommer in zwei Jahren.

Drei Kreuze gemacht haben Lehrer und Schüler, als die fünf Kilometer vom Stammhaus entfernt gelegene Außenstelle Zur Wetterwarte im Sommer nun endlich geschlossen wurde. Das Gebäude, in dem die Fünft- und Sechstklässler untergebracht waren, befand sich in katastrophalem baulichen Zustand. Es war vor 15 Jahren zeitlich befristet eingerichtet worden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2012

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