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Schulnetzplanung für Dresden vorgestellt - SPD und Grüne üben Kritik

Schulnetzplanung für Dresden vorgestellt - SPD und Grüne üben Kritik

Die Vorlage zur Fortschreibung der Dresdner Schulnetzplanung 2012 wurde am Dienstag in der Dienstberatung der Oberbürgermeisterin bestätigt und zur Beratung in die Gremien des Stadtrates, die Ortsbeiräte und Ortschaftsräte überwiesen.

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Quelle: Andr Kempner

Gleichzeitig erfolgt die Diskussion in den Schulkonferenzen und mit dem Kreiselternrat, teilte die Stadt mit.

Der zuständige Bürgermeister Winfried Lehmann stellte die Schulnetzplanung 2012 vor. Demnach reagiert die Fortschreibung der Schulnetzplanung auf die Steigerung der Geburtenzahlen in Dresden. Grundlage ist die Einwohnerprognose 2010 der Kommunalen Statistikstelle der Landeshauptstadt.

Es sei mit einer Steigerung von etwa 20 Prozent pro Jahrgang gegenüber früheren Prognosen zu rechnen. Nach der aktuellen Prognose werden in den ersten Klassen der Grundschulen maximal 4587 Schülerinnen und Schüler erwartet. Gegenüber dem Schuljahr 2010/2011 bedeutet dies ein Plus von 800 Schülerinnen und Schülern. Bei den Mittelschulen wird ein Anstieg bis auf 1888 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2020/2021 prognostiziert. Dies sind 532 Schülerinnen und Schüler mehr als im Schuljahr 2010/2011. In den Gymnasien wird die Schülerzahl auf 2021 im Jahr 2020/21 anwachsen, gegenüber 1616 im Schuljahr 2010/2011.

Die Kapazitäten der neu gegründeten Gymnasien Bühlau und Bürgerwiese werden längerfristig nicht ausreichen, so die Stadt weiter. So würden leer stehende Schulen wieder in Betrieb genommen. Als weitere Maßnahme plant die Landeshauptstadt den Neubau oder die bauliche Erweiterung von Schulgebäuden.

Grünen-Sprecherin Gerit Thomas zeigte sich entsetzt über die vorgestellten Planungen: „Mal abgesehen davon, dass der Schulbürgermeister wieder mal sein Versprechen gebrochen hat, den Entwurf vor der Veröffentlichung mit den Schulpolitikern der Fraktion zu besprechen, ist das Werk Ausdruck von heilloser Überforderung." Und weiter: „Statt Probleme mit innovativen Konzeptionen zu lösen, werden sie auf dem Rücken der Schüler ausgesessen. Die Klassen vollstopfen und aus den Schulstandorten einen Wanderzirkus machen, ist das Gegenteil einer Lösung. Offensichtlich hat Lehmann immer noch nicht begriffen, wie ernst die Probleme sind. Den Anforderungen an eine qualitativ vernünftige Bildung wird Dresden mit diesem Plan nicht gerecht".

Auch Martin Bertram, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion kritisiert: „Der Schulnetzplan geht leider nicht von den Bedürfnissen einer guten Schule aus, sondern verwaltet lediglich die Mängel. Trotz großer Investitionen fehlen schlichtweg die baulichen Kapazitäten. Flickschusterei an dringend sanierungsbedürftigen Schulen, übervolle Klassen und lange Schulwege sind die Folge." Und weiter:" Für tausende von Schülerinnen und Schülern werden sich die Lernbedingungen über Jahre hinweg verschlechtern, die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen wird erschwert, Ganztagsangebote sind in Gefahr. Die Anforderungen an eine inklusive Schule werden gleich ganz ignoriert. Es ist ein Offenbarungseid für jahrelange Versäumnisse und auch für die völlig falsche Schwerpunktsetzung auf Landesebene."

Neugründungen sind unter anderem geplant 2012 für die 38. Grundschule auf der Saalhausener Straße und 2014 mit dem Neubau einer dreizügigen Grundschule in Pieschen. Die Gründung einer dreizügigen Mittelschule Pieschen/Neustadt ist für 2015 vorgesehen. Schon 2012 ist die Gründung der 107. Mittelschule auf der Hepkestraße geplant. 2014 soll die Gründung eines Gymnasiums auf der Bernhardstraße und 2017 auf der Boxberger Straße erfolgen.

„Ich freue mich über die hohe Geburtenzahl in Dresden", so Bürgermeister Winfried Lehmann. „Sie bedeutet für die Landeshauptstadt Dresden eine große Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Allen Kindern soll in Dresden ein Bildungsweg eröffnet werden, der sie in bester Weise auf ihr Leben vorbereitet."

Die Oberbürgermeisterin schlägt dem Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden vor, rund 103,3 Millionen Euro in die Schulnetzplanung zu investieren.

Julia Vollmer

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