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Schulnetzplan geht in die vorletzte Runde

Schulnetzplan geht in die vorletzte Runde

Der zweite Entwurf des Schulnetzplans hat die Dresdner in den vergangenen Monaten schwer beschäftigt - die Ortsbeiräte vor allem und auch die Teilnehmer der Runden Tische zur Schulnetzplanung.

Von Katrin Richter

Die meisten Ortsbeiräte stimmten dem Papier zu, hatten aber diverse Änderungswünsche (DNN berichteten). Jetzt geht es in die vorletzte Runde. Am kommenden Montag stimmt der federführende Verwaltungsausschuss über den Schulnetzplan ab. Und am 12. Juli ist der Stadtrat am Zuge. Abzuwarten bleibt, ob das Papier vom Kultusministerium genehmigt wird.

CDU: Mittelschule in Hosterwitz erhalten, Grundschule raus

Die Christdemokraten wollen dem Papier von Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) mit folgenden Ergänzungen grünes Licht geben: Die 88. Mittelschule solle am jetzigen Standort in Hosterwitz erhalten bleiben und dafür die 88. Grundschule innerhalb des Einzugsbereichs verlagert werden. Wohin, lässt die CDU offen. Die Mittelschule Weißig soll dreizügig laufen, sprich: drei Parallelklassen aufnehmen. In Gompitz wollen die Christdemokraten prüfen lassen, ob sich die 74. Grundschule auf zwei Züge erweitern lässt. In der Neustadt soll eine neue Grundschule schon im Schuljahr 2017/18 eröffnen. Außerdem will die CDU die Kapazität des Marie-Curie-Gymnasiums auf vier Parallelklassen begrenzen. Die Fraktionen sind sich einig, dass der Schulnetzplan künftig alle zwei Jahre fortgeschrieben werden sollte.

Grüne: "Funktionalprogramm" muss gestrichen werden

Im Gegensatz zu ihren Stadtrats- kollegen von der CDU sind die Forderungen der Grünen naturgemäß wesentlich umfangreicher und vor allem auch grundsätzlicher Natur: Das "Funktionalprogramm", das erlaubt, mehr Klassen aufzunehmen, als die Kapazität eigentlich hergibt, müsse gestrichen werden. Überbelegungen von Schulen sollten als Ausnahme gekennzeichnet werden, die vorerst nur für zwei Jahre gilt und mit den Schulleitungen abgesprochen sein muss, fordern die Grünen. Der Klassenrichtwert von 25 Schülern müsse konsequent eingehalten werden. Außerdem solle eine eigene Schulbaurichtlinie für Dresdner Schulen geschrieben und die Planung für die Grundschulen gemeinsam mit dem Kita-Fachplan erarbeitet werden. Die Voraussetzungen für Inklusion und Möglichkeiten für Integration müssten geschaffen werden.

SPD: Nicht mehr als 28 Schüler pro Klasse

Die Sozialdemokraten widerspre- chen dem Entwurf in insgesamt 30 Punkten. Einer ihrer wichtigsten Änderungswünsche ist, die Zahl der Schüler an jeder Grund- und Mittelschule sowie an jedem Gymnasium in mindestens einer Klasse pro Jahrgang auf 25 zu begrenzen und in den übrigen Klassen keinesfalls mehr als 28 Schüler zuzulassen. Das fordert auch die Linke im Stadtrat. Die Obergrenze solle an Grund- und Mittelschulen vier, an Gymnasien fünf Parallelklassen betragen. Eine dauerhafte Doppelnutzung von naturwissenschaftlichen Fachräumen als Klassenräume wollen die Sozialdemokraten ausschließen. Was konkrete Schulstandorte anbelangt, fordert die SPD u.a., dass die 88. Grundschule einen Neubau mit Hortqualität bekommt - und zwar auf dem Grundstück Nussallee, Ecke Dresdner Straße. Das Marie-Curie-Gymnasium solle nach der Rückkehr an die Zirkusstraße ohne Außenstelle laufen.

Linke: Kleine Grundschulbezirke

Auch die Linke macht zahlreiche Forderungen auf: Im Schulnetzplan müsse auf die Schulwegsicherheit eingegangen werden. Es sollten keine sechszügigen Gymnasien und fünfzügigen Mittelschulen geplant werden. In jedem Grundschulbezirk müsse es mindestens eine barrierefreie Grundschule geben. Die Linke fordert außerdem kleine Grundschulbezirke. Was die umstrittene Außenstelle der Förderschule für Lernbehinderte an der Luboldtstraße auf dem Weißen Hirsch angeht, ist sich die Linke mit Grünen und SPD einig, dass der Standort erhalten werden müsse. Die CDU hingegen möchte das Gebäude als möglichen Grundschulstandort vorhalten.

Bitter für das Berufliche Schulzentrum (BSZ) für Dienstleistung und Gestaltung an der Chemnitzer Straße: Schulbürgermeister Lehmann wirbt in einem Papier bei den Stadträten für die Schließung des BSZ. Nur Grüne und Linke fordern, den Beschluss zum Planteil Berufsschulen auszusetzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.06.2012

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