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Schule unter erschwerten Bedingungen

Schule unter erschwerten Bedingungen

Lehrer und Schüler der 82. Mittelschule "Am Flughafen" in Klotzsche brauchten schon immer starke Nerven. Keine fünf Jahre ist es her, da schwebte noch das Damoklesschwert der Schließung über dem fast hundertjährigen Gebäude an der Korolenkostraße.

Das war in der schülerarmen Zeit. Die ist jetzt zwar vorbei. Dafür hat Schulleiter Uwe Jatzke heute ein enormes Platzproblem. An das kommende Schuljahr mag er noch gar nicht denken. Da hat er noch zwei Klassen mehr und also nicht 250 Schüler wie jetzt, sondern 300. Linderung ist indes in Sicht: Bis Sommer 2016 soll die Schule saniert werden. Bis dahin heißt es durchhalten.

Von Katrin Richter

nUnter welchen Bedingungen wird derzeit an der "82." Schule gemacht?

"Wir haben hier nur sieben Klassenzimmer und zwei Fachkabinette", berichtet Jatzke, der die Schule seit zweieinhalb Jahren leitet. Viel zu wenig, um alle Schüler ordentlich unterrichten zu können. Verschärft hat sich die Situation mit Schuljahresbeginn, als das Dachgeschoss mit zwei Klassenzimmern gesperrt wurde, weil der zweite Fluchtweg fehlt. Mittlerweile traben Kinder und Lehrer in drei verschiedene Schulen. An der benachbarten 82. Grundschule haben sie Informatik, an der fünf Kilometer Luftlinie entfernt gelegenen 85. Grundschule an der Radeburger Straße Hauswirtschaftsunterricht, an ihrer eigentlichen Schule alle anderen Fächer.

nWelche Auswirkungen hat der Platzmangel?

Er erschwert den Schulalltag ungemein. "Die Kinder sind nur an vier von fünf Tagen an ihrer Stammschule, durch die Pendelei und die Freistunden an den Tagen in den Grundschulen verlängert sich der Schultag für Lehrer und Schüler enorm", kritisiert Jatzke. Und wie er im kommenden Schuljahr das bereits akute Problem mit dem Sportunterricht lösen soll, ist ihm schleierhaft. Schon jetzt sei es schwierig, die Sportstunden für die Grund- und Mittelschüler in den beiden Hallen an der Korolenko- und der Radeburger Straße zu koordinieren. Froh ist Jatzke, dass nicht mehr wie noch vor kurzem 250 Kinder im Speiseraum abgefertigt werden müssen, in dem eigentlich nur 37 Plätze zur Verfügung stehen. Die Grundschüler haben jetzt einen eigenen Raum.

nWann kommt die "82." mit der Sanierung an die Reihe?

Baubeginn soll nun in den Sommerferien 2014 sein, teilt Sigrun Harder vom Presseamt mit. Vorgesehen sei, bis Sommer 2016 sowohl das alte Schulgebäude komplett zu sanieren als auch einen Erweiterungsbau und eine neue Sporthalle auf dem Schulgelände zu errichten. Die denkmalgeschützte alte Sporthalle soll dann im zweiten Quartal 2017 folgen. Für alle vier Bauvorhaben will die Stadt 8,9 Millionen Euro ausgeben.

nWird das Geld reichen für Schule, Erweiterungsbau und zwei Turnhallen?

"Das im Haushalt veranschlagte Budget wird derzeit als auskömmlich betrachtet", formuliert Harder vorsichtig. Das allerdings darf bezweifelt werden, wenn man bedenkt, dass beispielsweise die benachbarte Mittelschule Weixdorf für 9,5 Millionen Euro saniert und erweitert wurde - und zwar ohne dass eine neue Sporthalle gebaut werden musste.

nWo werden die Schüler während der Bauzeit untergebracht?

Alle Bauarbeiten würden bei laufendem Schulbetrieb über die Bühne gehen, teilt die Stadtsprecherin mit. Vorgesehen sei, für die Altbausanierung "schwerpunktmäßig" die schulfreie Zeit zu nutzen, um Beeinträchtigungen für den Unterrichtsbetrieb möglichst gering zu halten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.04.2013

Richter Katrin

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