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Schülergipfel zum 13. Februar endet mit 180 Teilnehmern - Veranstalter zeigen sich begeistert

Schülergipfel zum 13. Februar endet mit 180 Teilnehmern - Veranstalter zeigen sich begeistert

Mit einem Schülergipfel haben in Dresden die Gedenkveranstaltungen zum 69. Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg begonnen. Unter dem Motto „Für Toleranz und Demokratie am 13. Februar 2014“ kamen nach Angaben des Stadtschülerrates am Donnerstagmorgen rund 180 junge Menschen im Dresdner Kulturrathaus zusammen.

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Mehr als 150 Schüler haben sich am Schülergipfel zum 13. Februar beteiligt.

Quelle: Philipp Nowotny

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sprach ein Grußwort.

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Nach dem Schülergipfel zogen rund 100 Teilnehmer über die Prager Straße zum Hauptbahnhof.

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Mit dem Gipfel beteiligen sich die Schüler in diesem Jahr zum ersten Mal an den vielfältigen Gedenkveranstaltungen in Dresden. „Der 13. Februar geht im normalen Lehrplan oft unter“, erklärte Stadtschülersprecher Sebastian Wegner die Idee dahinter. „Wir wollen den Schülern die Chance bieten, aus erster Hand von den damaligen Ereignissen zu erfahren.“ Ziel sei ein weltoffenes Dresden und Sachsen. Das solle aber nicht mit Gewalt, sondern auf demokratische und pädagogische Weise erreicht werden.

Neben den zahlreichen interessierten Schülern nahmen auch Zeitzeugen, Wissenschaftler, Friedensaktivisten und Politiker an der Veranstaltung teil. Zum Beispiel Nora Lang, die die Bombennacht 1945 noch selbst miterlebte. Sie wolle den jungen Menschen weitergeben, was Krieg bedeute, erklärte die 82-Jährige. „Der Krieg war die schrecklichste Zeit meines Lebens“, sagte Lang in der abschließenden Podiumsdiskussion. Und direkt an die Schüler: „Ihr seid die Generation, die aus der Geschichte lernen muss, damit so etwas nie wieder passieren kann.“

Während des Vormittages konnten sich die Schüler in vier Workshops einbringen. Dabei entstanden lebhafte Diskussionen zu Versöhnung und Widerstand, dem Einsatz für ein friedliches Miteinander, der Erinnerungskultur sowie Propaganda und Symbolik rund um die Bombardierung Dresdens. Der japanische Politikwissenschaftler Eiichi Kido erklärte in einem Workshop, dass der 13. Februar 1945 auch in seinem Heimatland eine Rolle in der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg spiele. Unter dem Titel „Dresden, das deutsche Hiroshima?“ reflektierte er unter anderem darüber, wie sich die Dresdner dieser Verantwortung stellen können.

Matthias Neutzner von der Interessengemeinschaft 13. Februar 1945 zeigte sich begeistert von dem Engagement der Schüler. Dieses sei einzigartig. Seit 20 Jahren setze sich der Verein in Schulen für die Vermittlung der NS-Geschichte in Dresden ein. Dass nun Schüler von sich aus auf die Idee kamen, dazu einen Projekttag zu veranstalten, zeige das anhaltende Interesse der nachgewachsenen Generation an dem Thema. „Der Gipfel beweist, dass junge Menschen sehr wohl in der Lage sind, aus der Vergangenheit Fragen ins Heute zu übersetzen.“

Kreiselternsprecherin Annett Grundmann kritisierte am Rande der Veranstaltung, dass einige Schulleiter ihren Schülern nicht erlaubt hatten, zu dem Schülergipfel zu kommen. „Ich kenne einige, die gerne mitgemacht hätten“, sagte sie DNN-Online. Für das nächste Jahr schlägt sie vor, auch in den einzelnen Schulen Projekttage zum 13. Februar zu organisieren. „So können die Schulen dazu beitragen, dass nicht nur Blockaden stattfinden, sondern sich auch inhaltlich mit dem Thema auseinandergesetzt wird“, sagte sie.

Im Anschluss an den Schülergipfel protestierten rund 100 Schüler mit Plakaten und Megafon vor der Dreikönigskirche. Nach der Kundgebung fuhren um die 100 Teilnehmer zum Rathaus und zogen anschließend mit Sprechchören über die Prager Straße zum Hauptbahnhof.

Philipp Nowotny / dpa

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