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Schüler und Studenten wollen in Dresden für bessere Bildung demonstrieren

Schüler und Studenten wollen in Dresden für bessere Bildung demonstrieren

Anderthalb Monate nach den letzten großen Schülerprotesten in Sachsen wollen am Donnerstag Schüler und Studenten in Dresden auf die Straße gehen. Mit Protestmärschen und einer Kundgebung vor dem Landtag demonstrieren sie für eine bessere Bildungspolitik in Sachsen.

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Tausende Schüler demonstrierten im März in ganz Sachsen für bessere Bildung. Im Mai kommen jetzt auch die Studenten hinzu.

Quelle: Stephan Lohse

Dabei fordern sie vor den Verhandlungen für den Haushalt der nächsten beiden Jahre unter anderem mehr Lehrer für die Schulen und einen Stopp des Stellenabbaus an den Hochschulen, teilten die Schüler- und Studentenvertreter am Montag mit.

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Rund 1000 Schüler, Lehrer und Eltern demonstrierten am Mittwochnachmittag in Dresden für eine Reform des sächsischen Bildungssystems. Lehrermangel, Unterrichtsausfall und übervollen Klassen sagen sie den Kampf an.

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Auch das von der Regierung im April nachgebesserte Bildungspaket reiche nicht aus, sagte der Vorsitzende des Landeschülerrates, Konrad Degen. „Es bleibt bei weniger Lehrern für mehr Schüler.“ Die Organisatoren rechnen mit bis zu 7000 Demonstranten.

Die Regierung hatte angekündigt, zum Schuljahr 2012/13 zusätzlich 23,5 Millionen Euro unter anderem für 655 neue Lehrer ausgeben zu wollen - statt der ursprünglich geplanten 400. Zudem sollen 290 Lehrer in die Klassenzimmer zurückkehren, die bisher für Ganztagsangebote eingesetzt wurden – für die Schüler viel zu wenig.

Mit diesem „Bildungspäckchen“ werde es nicht gelingen, den jetzigen Stand zu halten, sagte Degen. „Wir brauchen einen Plan für den Generationswechsel bei den Pädagogen.“ Degen forderte zudem, den Unterrichtsausfall genauer zu dokumentieren und die Schulgebäude schneller zu sanieren. Bei den Protesten im März war in Gesprächen zwischen Schülern und der neuen Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) zur Sprache gekommen, dass der Freistaat längst nicht jede ausgefallene Stunde als solche wertet. Die Schüler hatten anschließend eigene Datenerhebungen angekündigt.

Der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Daniel Rehda, sagte, der Stellenabbau an den Hochschulen sollte wegen der derzeit hohen Studierendenzahlen bis mindestens 2020 gestoppt werden. Erst dann sei der Bedarf an Mitarbeitern tatsächlich zu beurteilen. Zudem plädierte Rehda für mehr Festanstellungen statt befristeter Arbeitsverhältnisse. Den Mitarbeitern müsse eine Perspektive gegeben werden.

Die Fraktionen der Grünen und der Linken im Landtag unterstützen die Proteste. Die Wut der Studierenden und Schüler sei mehr als verständlich, hieß es bei den Grünen. "Die Situation der Hochschulen im Bildungsland Sachsen lässt sich nicht mehr schönreden. Alle Versuche, die Missstände zu beheben, sind an der schwarz-gelben Mehrheit im Land gescheitert. Und leider geht es offenbar immer noch schlimmer: Trotz steigender Studierendenzahlen werden Stellen an den Hochschulen gestrichen, bei der Lehramtsausbildung herrscht heilloses Chaos“, so der hochschulpolitische Sprecher der Grünen, Karl-Heinz Gerstenberg.

Die Linken verwiesen auf einen gemeinsamen Antrag mit Grünen und der SPD im Landtag. Danach soll die Landesregierung ein Stellenkonzept vorlegen, das den steigenden Studierendenzahlen Rechnung trägt. Zudem soll unter anderem geprüft werden, wie Sachsens Universitäten die Kapazitäten zur nötigen Lehrerausbildung bereitstellen können.

sl / dpa

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