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Schnelle Akademiker: Kaum Langzeitstudenten an Sachsens Unis

Schnelle Akademiker: Kaum Langzeitstudenten an Sachsens Unis

Sachsen gehört bundesweit zu den Ländern mit der geringste Zahl an Langzeitstudenten. Das geht aus Daten des Wissenschaftsministeriums hervor. Trotzdem hält das Land an Plänen fest, Langzeitstudiengebühren einzuführen.

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Quelle: dpa

Dauer-Studenten mit 15 Semestern und mehr gibt es vor allem in den alten Ländern.

Das Thema Langzeitstudenten ist ein Dauerbrenner. Immer wieder gibt es Debatten über die angeblichen "Sozialschmarotzer", die mit ihrem Studenten-Status nur billigeres Essen und andere Vergünstigungen in Anspruch nehmen wollen. Sachsen hat jedoch kaum Grund zum Klagen.

Nach den aktuellsten Zahlen, die das Wissenschaftsministerium jetzt auf Anfrage des Grünen-Abgeordneten Karl-Heinz Gerstenberg dem Landtag vorlegte, gab es im Wintersemester 2009/10 in Sachsen unter fast 110.000 Studenten etwa 2300 (rund 2,1 Prozent) mit 15 und mehr Semestern Studiendauer. 390 hatten 20 oder mehr Semester.

Besser als Sachsen ist nur Bayern, wo von rund 273.000 Studenten lediglich 2531 (0,9 Prozent) zu den Dauerstudenten zählen. Bundesweit haben von 2,1 Millionen Studenten 5,1 Prozent nach 15 Semestern Studium noch keinen Abschluss, im Osten sind es 3,2 Prozent, in den alten Ländern 5,4.

Laut Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) können die Ursachen für die Überschreitung von Regelstudienzeiten (meist vier bis fünf Jahre) vielfältig sein, sie reichten von der Mitarbeit in Hochschulgremien über die Kinderbetreuung bis hin zum schlecht organisierten Studienablauf.

Dem Ministerium lägen keine Erkenntnisse darüber vor, inwiefern Leistungsmissbrauch eine Rolle spielen könnte. Die Zeitüberschreitungen würden bislang in Sachsen bereits durch gesetzliche Bestimmungen eingeschränkt. Wer in einer bestimmten Zeit keinen Abschluss erlangt hat, dem droht die Exmatrikulation. Trotzdem verweist die Ministerin ausdrücklich auf die im Koalitionsvertrag der CDU-FDP-Regierung geplanten Studiengebühren für Langzeitstudenten. Dabei müssten jedoch Verwaltungsaufwand und Gebührenbefreiungen berücksichtigt werden.

Ministeriumssprecherin Annett Hofmann ergänzte auf Anfrage, bei der mit einer Novelle des Hochschulgesetzes auch geplanten Einführung von Langzeitstudiengebühren "bei deutlicher Überschreitung" der Regelstudienzeit gehe es darum, "Missbrauch von Sozialleistungen zu verhindern". Welche Einnahmen möglich wären, konnte Schorlemer nicht angeben. In Rheinland-Pfalz, wo die Quote der Dauerstudenten bei 4,2 Prozent liegt, werden ab dem 15. Semester Studiengebühren von 650 Euro pro Semester erhoben.

Ingolf Pleil

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