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Sanierung geplant: Neue Hoffnung für Gymnasium Dresden-Plauen

Sanierung geplant: Neue Hoffnung für Gymnasium Dresden-Plauen

Von außen betrachtet macht das altehrwürdige Gymnasium Plauen einen ganz passablen Eindruck - ähnlich wie das Pestalozzi-Gymnasium in Pieschen.

Drinnen aber scheint die Zeit vielerorts stehen geblieben zu sein in dem kompakten Schulhaus, Baujahr 1896. Die Schule an der Kantstraße gehört zu den wenigen Dresdner Gymnasien, die von den Schulmillionen der Stadt bislang kaum etwas abbekommen haben. "Das ist das Dilemma: Unsere Schule strahlt seit vielen Jahren nicht das aus, was drin geleistet wird", ärgert sich Schulleiter Uwe Hofmann. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Bis Mitte Januar 2014 will das Hochbauamt zunächst einen Entwurf für die Erweiterung und die Gesamtsanierung des Gebäudes vorlegen. Denn so viel steht fest: Das Haus muss nicht nur vergrößert, sondern auch dringend saniert werden. Seit die Unfallkasse Sachsen vor zwei Jahren signalisiert hatte, dass im Nebengebäude des Gymnasiums an der Schleiermacherstraße Gefahr für Leib und Leben besteht, müssen alle Schüler im Stammhaus an der Kantstraße unterkommen. "Hier geht es jetzt äußerst beengt zu, es gibt Tage, da ist nicht ein Unterrichtsraum frei", berichtet Hofmann.

Ursprünglich sollte die Plauener Penne einen separaten Erweiterungsbau bekommen. Das Vorhaben aber hat das Schulverwaltungsamt im Sommer zu den Akten gelegt - zu klein für ein fünfzügiges Gymnasium, nicht genehmigungsfähig. Der neue Plan sieht vor, in den Innenhöfen Verbinder zu errichten, in denen acht zusätzliche Klassenräume Platz finden. Im Haushaltsplan für die Jahre 2013 bis 2016 sind für die Erweiterung 6,3 Millionen Euro veranschlagt. Für die Gesamtsanierung wird mehr nötig sein.

Noch steht nicht fest, wieviel die Gesamtsanierung des alten Schulgebäudes kostet und wie teuer zudem der Ersatzneubau für die marode Sporthalle ist. Sicher ist nur, dass Sanierung und Erweiterung des Schulhauses nun in einem Ritt über die Bühne gehen sollen. Dafür bedarf es zusätzlicher Gelder, die noch nicht eingeplant sind und über die der Stadtrat für den Doppelhaushalt 2015/16 befinden muss.

Bis dahin haben Lehrer und Schüler noch eine lange Durststrecke vor sich: "Die Kollegen leisten unter widrigen Bedingungen Hervorragendes", betont Schulleiter Hofmann. Die Liste der Probleme, mit denen sie sich täglich herumschlagen müssen, scheint endlos. "Einige Brandschutztüren fehlen noch immer, Rettungswege sind nicht gefahrfrei begehbar und Fußböden stark geschädigt", berichtet Hofmann. Die Elektroanlagen seien teilweise offen verlegt worden und ebenso wie die Heizungsanlage stark veraltet. "In den Speiseräumen ist es unerträglich eng, laut und finster, die Toilettenräume befinden sich auf dem Stand der Nachkriegsjahre, Akustik und Beleuchtung in einer Reihe von Klassenzimmern sind eine Katastrophe", zählt er auf. Die Wärmedämmung zum Dachraum fehle und das Sockelgeschoss sei feucht. Die Schule mache in weiten Bereichen einen abgewirtschafteten, düsteren Eindruck, resümiert der Schulleiter.

Nicht nur einmal hätten die miserablen baulichen Zustände böse Folgen haben können. Allein in diesem Jahr fiel ein Waschbecken von der Wand, platzte die Wasserleitung, gab es Parkettschäden im Lehrerzimmer, brach ein Kanalschacht auf dem Hof ein und krachte Putz von der Decke in den Klassenraum. "Bis dieses Zimmer wieder gemalert war und eine neue Beleuchtung hatte, vergingen 24 Wochen", schüttelt Hofmann den Kopf. Er habe von Glück reden können, dass die 12. Klassen im Frühjahr schon nicht mehr in der Schule waren. "Sonst hätte ich tatsächlich nicht mehr gewusst, wohin mit den Kindern."

Mit Blick auf den maroden Gesamtzustand des Schulgebäudes wünscht sich der Schulleiter, dass die Stadt solche Schäden deutlich schneller reparieren lässt. "Wir müssen bis zur Sanierung wenigstens arbeitsfähig bleiben", betont er und zählt ein paar Beispiele auf, was die Schule mit ihren 871 Schülern, 74 Lehrern und 10 Referendaren ausmacht: "Unsere Abiturienten zählen seit Jahren zu den besten, wir fördern Begabungen schon ab Klasse 5, und wir vergeben jährlich einen Schulpreis an Schüler mit sehr guten Leistungen und großem Einsatz für die Schulgemeinschaft."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.11.2013

Katrin Richter

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