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Sachsens Schüler demonstrieren gegen Lehrermangel

Weniger Teilnehmer als erwartet Sachsens Schüler demonstrieren gegen Lehrermangel

Einen Tag vor den nächsten Gesprächen zwischen Kultusministerium und Lehrerverband sind Sachsens Schüler am Donnerstag noch einmal auf die Straße gegangen. Mit einem landesweiten Aktionstag protestierten sie gegen Unterrichtsausfall, veraltete Lehrpläne und für Reformen im Bildungswesen.

Einen Tag vor den nächsten Gesprächen zwischen Kultusministerium und Lehrerverband sind Sachsens Schüler am Donnerstag noch einmal auf die Straße gegangen

Quelle: S. Lohse

Dresden. Einen Tag vor den nächsten Gesprächen zwischen Kultusministerium und Lehrerverband sind Sachsens Schüler am Donnerstag noch einmal auf die Straße gegangen. Mit einem landesweiten Aktionstag protestierten sie gegen Unterrichtsausfall, veraltete Lehrpläne und für Reformen im Bildungswesen.

Höhepunkt war am Nachmittag eine Kundgebung vor dem Dresdner Landtag. Hier blieb die Zahl der Teilnehmer aber deutlich unter den Erwartungen. Weniger als 500 Schüler hatten sich eingefunden. Der Landesschülerrat hatte zuvor auf etwa 1000 gehofft. Besser seien die Aktionen an den einzelnen Schulen gelaufen. Hier beteiligten sich laut Landesschülerrat rund 23.000 Schüler.

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Einige Hundert Schüler aus ganz Sachsen haben am Donnerstagnachmittag vor dem Landtag gegen den Lehrermangel im Freistaat protestiert.

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Der Protest richtet sich vor allem gegen den Lehrermangel. Das von Ministerin Brunhild Kurth (CDU) genannte „Tal der Tränen“ wolle man nicht akzeptieren. Stattdessen fordern Schüler wie Lehrer ein Sofortprogramm, um mehr Lehrer zu gewinnen. Dafür müsse der Beruf attraktiver werden. Zudem kämpfen Sachsens Schüler für ein moderneres Schulgesetz und dafür, dass das Thema Digitalisierung auch in den Lehrplänen ankommt.

Kultusministerin Kurth, die am Rande der Kundgebung das Gespräch mit mehreren Schülern suchte, trifft sich am Freitag mit Finanzminister Georg Unland (CDU) und den Lehrergewerkschaften. - in der mittlerweile elften Runde. „Alle Beteiligten wollen zu einem Ergebnis kommen“, erklärte Kurth. Bei den Gesprächen geht es vor allem um attraktivere Bedingungen für den Lehrerberuf, damit mehr ausgebildete Pädagogen in Sachsen arbeiten.

„Es ist in unserem Interesse, dass die jungen, ausgebildeten Lehrer um Sachsen keinen Bogen machen“, so Kurth. Es gehe um bessere Eingruppierung der Lehrer, finanzielle Anreize für zusätzliche Aufgaben sowie generell bessere Arbeitsbedingungen. Die immer wieder - unter anderem vom Sächsischem Lehrerverband - geforderte Verbeamtung stehe aber nicht im Mittelpunkt der Spitzengespräche.

Die Ministerin betonte, dass Sachsen zum 1. Oktober ein zusätzliches Einstellungsprogramm für Lehramtsstudenten mit dem 1. Staatsexamen gestartet habe. Damit sollen Wartefristen nach Ende des Studiums bis zum Beginn des Referendariats im Februar 2017 vermieden werden. Die Absolventen werden damit wie ein voll ausgebildeter Lehrer eingruppiert und können das Referendariat berufsbegleitend absolvieren. Eine „Super-Möglichkeit“, so Kurth.

Mehrere Hundert Stellen sollen auf diese Weise vergeben werden. Für das neue Schuljahr hätten nun die 1200 geplanten Lehrstellen besetzt werden können. Anfang August waren noch knapp 50 Stellen unbesetzt.

Von S. Lohse (mit dpa)

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