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Sachsens Lehrer zufrieden mit dreitägigen Warnstreiks - Weitere Arbeitsniederlegungen möglich

Sachsens Lehrer zufrieden mit dreitägigen Warnstreiks - Weitere Arbeitsniederlegungen möglich

Insgesamt 16.500 Lehrer und Angestellte des öffentlichen Dienstes beteiligten sich an den dreitägigen Kundgebungen am Dresdner Elbufer. Nachdem am Montag die Pädagogen aus dem Raum Leipzig ihre Arbeit niedergelegt hatten, folgten am Dienstag die Dresdner und am Mittwoch die Lehrer aus dem Raum Chemnitz und Zwickau.

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Quelle: dpa

Zufrieden mit dem Arbeitskampf zeigte sich am Mittwoch der stellvertretende Landesvorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV) Wolfgang Renner. „Die Stimmung unter den Lehrern war an allen drei Tagen gut und kämpferisch. Unsere Kollegen sind einfach enttäuscht, dass die zwei Verhandlungsrunden bisher ohne Ergebnis geblieben sind“, so der Landesvorsitzende.

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6000 Lehrer und andere Angestellte des öffentlichen Dienstes demonstrierten am Königsufer

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Enttäuscht äußerte sich Renner, dass weder Finanzminister Georg Unland (CDU) noch andere Vertreter der Ministerien den Weg hinunter ans Elbufer zu den Streikenden gefunden hatten. Eine Anfrage von DNN-Online an die Ministerien, ob sich Vertreter des Kultur- und Finanzministerium zum Streikzeitpunkt im Gebäude des Finanzministeriums befunden hätten, blieb bislang unbeantwortet.

Wie Renner gegenüber DNN-Online mitteilte, rechne man damit, dass die Verhandlungsführer am Donnerstag bei den Verhandlungen in Potsdam ein erstes Angebot auf den Tisch legen werden. Mit einem Ergebnis rechne man allerdings frühestens in der Nacht von Freitag auf Samstag. Sollte es während der Verhandlungen am Donnerstag und Freitag nicht zu einem Ergebnis kommen, muss mit weiteren Warnstreiks der Lehrer gerechnet werden, bestätigte Jens Weichelt, Mitglied der Verhandlungskommission in Potsdam und Landesvorsitzender des sächsischen Lehrerverbandes auf Anfrage.

Nach Angaben des SLV beteiligen sich insgesamt 20.000 sächsische Lehrer am Arbeitskampf. Rund 16.500 fanden sich bei den Kundgebungen am Königsufer zusammen. Aus dem Raum Dresden waren rund 6000 Pädagogen dabei, aus Leipzig 4000 und aus dem Raum Chemnitz/Zwickau noch mal 6500 Lehrkräfte. Mit 80 Bussen fuhren die Lehrkräfte unter anderem aus Zwickau, Chemnitz, dem Vogtland, Erzgebirge und Mittelsachsen nach Dresden.

Insgesamt beteiligten sich über 70 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer aus den Regionen Chemnitz und Zwickau am Warnstreik, an über 80 Prozent der Schulen in den Regionen fand kein regulärer Unterricht statt. Die Betreuung der Kinder war an den Schulen durch eine Notfallbetreuung gesichert. Adressat der Arbeitskämpfe war der sächsische Finanzminister Georg Unland, der für die Arbeitgeberseite in Potsdam am Verhandlungstisch sitzt.

Zentraler Punkt der Forderungen der Lehrer ist die Erhöhung der Gehälter um 6,5 Prozent rückwirkend zum1. Januar 2013. Außerdem forderten die Lehrer eine Anhebung der Referendar-Entgelte um 100 Euro sowie die Übernahme aller Auszubildenden und Referendare im Länderbereich. Speziell für den Lehrer wird eine Grundtarifierung gefordert. Lehrer sind bisher die einzige Berufsgruppe im öffentlichen Dienst, deren Eingruppierung in Gehaltsgruppen nicht durch einen Tarifvertrag geregelt ist.

Julia Vollmer

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