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Sachsens Lehrer streiken am Mittwoch – Schulen bleiben offen

Sachsens Lehrer streiken am Mittwoch – Schulen bleiben offen

Sachsens Lehrer wollen am Mittwoch in einen eintägigen Warnstreik treten. Die Bildungsgewerkschaft GEW und der Sächsische Lehrerverband SLV rufen alle Pädagogen auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

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Zuletzt hatten Sachsens Lehrer 2013 großflächig gestreikt.

Quelle: dpa

In Dresden, Leipzig und Chemnitz sind Demonstrationen und Kundgebungen geplant, mit denen öffentlich für die Forderungen der Lehrer geworben werden soll.

Wie viele Lehrer werden streiken?

Der SLV geht von einer sehr hohen Streikbeteiligung aus. Da in Sachsen weniger als vier Prozent der Pädagogen verbeamtet sind, können sich theoretisch fast alle Lehrer an dem Warnstreik beteiligen. Bis Montag hatten bereits die Lehrer von 24 der 28 Dresdner Oberschulen ihre Streikbeteiligung angemeldet. Von einer Lommatzscher Schule meldet die Gewerkschaft, dass das komplette Kollegium in den Warnstreik treten will.

Was passiert mit den Schülern?

Die Sächsische Bildungsagentur stellt klar, dass keine Schule geschlossen wird. Betreut werden grundsätzlich alle Kinder. Dort wo kein Unterricht stattfindet, können Eltern selbst entscheiden, ob sie die Betreuung in Anspruch nehmen. Wenn möglich soll es auch Unterricht geben. Da bald Abschlussprüfungen anstehen, versuchen möglichst viele Schulen, für die Abschlussklassen Unterricht zu garantieren.

Wie ist der Streik öffentlich sichtbar?

In Dresden, Chemnitz und Leipzig sind Demonstrationen bzw. Kundgebungen geplant, zu denen auch Lehrer aus den umliegenden Regionen anreisen sollen. In Dresden treffen sich streikende Lehrer ab 9 Uhr auf dem Postplatz. Ab 10 Uhr wollen die Pädagogen zum Carolaplatz ziehen, wo ab 11 Uhr eine Kundgebung vor dem Kultus- und Finanzministerium geplant ist. Unterwegs und am Carolaplatz ist auch mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Was fordern die Lehrer?

Die Lehrer fordern in den aktuellen Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro mehr Gehalt, 100 Euro mehr bei den Ausbildungsentgelten und einen Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte. Die dritte und letzte Verhandlungsrunde für die rund 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder findet am 16. und 17. März in Potsdam statt. Die Vertreter der Bundesländer weisen die Forderungen als „nicht finanzierbar“ zurück.

sl

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