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Sachsens Kultusministerin gibt mehr Geld für Lehrer aus

Sachsens Kultusministerin gibt mehr Geld für Lehrer aus

Im Kampf gegen den Lehrermangel will Sachsens CDU/FDP-Regierung zusätzliches Geld bereitstellen. So plant die neue Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) nach Informationen der Dresdner Neuesten Nachrichten, einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag allein für 2012/13 in den Schulbereich zu stecken.

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Kultusministerin Brunhild Kurth plant eine neue Finanzspritze für den Schulbereich.

Dresden . Dies ist Teil eines erweiterten Bildungspakets, das die Ressortchefin voraussichtlich am kommenden Dienstag vorstellen wird.

Von Jürgen Kochinke

In der CDU sorgte die Nachricht gestern für entspannte Mienen. "Es sieht gut aus", sagte ein Christdemokrat, "besser als wir erwartet hatten". Dem war ein stundenlanger Sitzungsmarathon vorausgegangen. Von morgens bis in den späten Nachmittag hinein tagten die CDU-Bildungspolitiker in hochinterner Runde, an der auch die neue Ressortchefin teilnahm.

Mit den zusätzlichen Millionen soll der Notstand an den Schulen im kommenden Schuljahr behoben werden. Denn schon nach den Sommerferien werden landesweit rund 550 Lehrerstellen fehlen, weil 850 Pädagogen in Ruhestand gehen und das bisherige Bildungspaket lediglich 300 neue Stellen vorsieht. 550 Lehrer kosten nach allgemeiner Rechnung rund 33 Millionen im Jahr.

Trotz der Finanzspritze bleibt der Schulbereich ein Problemfeld für Kurth. Schon heute steht fest, dass sich die Lage nach 2013 weiter verschärft. Grund ist, dass sich bis 2020 insgesamt 8000 Lehrer in den Ruhestand verabschieden. Die gestern vorgelegte Initiative ist somit lediglich eine erste Etappe, der Stellenplan bis 2020 wird später erfolgen.

Dabei hatten die schwarz-gelben Koalitionsspitzen erst im Dezember ein Bildungspaket über 200 Millionen Euro beschlossen. Damit sollten 2200 neue Lehrerstellen bis 2015/16 geschaffen werden. Der mittlerweile zurückgetretene Kultusminister Roland Wöller (CDU) hatte dies so mitgetragen, obwohl ihm schon damals klar gewesen sein muss, dass das Paket nicht ausreicht. Seitdem ringen CDU wie FDP um eine erweiterte Neuauflage, und dabei schließen auch die Liberalen zusätzliche Mittel nicht aus. So betonte FDP-Chef Holger Zastrow erst gestern, die Bildungsdebatte dürfe "nicht von vornherein durch einen vorgegebenen Finanzrahmen gebremst werden". Notwendig seien ein "Kassensturz" im Kultusministerium, darüber hinaus müssten "vorhandene Effizienzpotenziale" genutzt werden. Und dann kam der entscheidende Satz: Sollte dies aber nicht ausreichen, so Zastrow, würden "mehr Mittel bereitgestellt als bisher eingeplant".

Eben dazu wird es nun kommen. Allerdings lehnen es CDU wie FDP ab, den Lehrermangel allein durch zusätzliche Stellen zu beheben. Vielmehr wollen sie die Kultusbürokratie gleichzeitig dazu zwingen, weniger kostenintensive Wege zu suchen - die Versetzung von Mitarbeitern zum Beispiel.

Diese Überlegung macht durchaus Sinn. Denn allein im Kultusministerium sowie in der allgemeinen Schulverwaltung sind derzeit 492 Stellen mit ausgebildeten Lehrern besetzt. Ähnlich ist die Lage im sächsischen Bildungsinstitut sowie in Bildungsagenturen. Nicht wenige dieser Pädagogen, so die Überlegung, könnten doch besser dort eingesetzt werden, wofür sie ausgebildet wurden: in den Schulen.

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