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Sachsen und Dresden loben Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz aus

Sachsen und Dresden loben Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz aus

Der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden loben zum zweiten Mal ein Stipendium zum Gedenken an die 2009 im Landgericht Dresden ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini aus.

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Marwa El-Sherbini.

Quelle: dpa

Es sei ein Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt, teilten Stadt und Regierung am Montag mit.

„Der Todestag von Marwa El-Sherbini jährt sich am 1. Juli zum sechsten Mal. Dieses tragische Ereignis berührt bis heute viele Menschen weit über Dresden hinaus. Mit dem Stipendium wollen wir an eine mutige, kluge Frau erinnern und für die kommenden zwei Jahre einen jungen Menschen fördern, der sich für Freiheit, Demokratie sowie die Grund- und Menschenrechte einsetzt“, erklärt Integrationsministerin Petra Köpping (SPD).

„Die Stipendiaten sind Brückenbauer zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen, die in Dresden beheimatet sind“, äußerte sich der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Das Stipendium beginnt am 1. Oktober 2015. Unterstützt werden Masterstudenten von Dresdner Hochschulen, die gute Studienleistungen, gesellschaftliches Engagement, politisches Interesse sowie ein hohes Maß an Toleranz und Weltoffenheit haben, über zwei Jahre mit monatlich 750 Euro. Bewerbungen können bis zum 31. Juli 2015 bei Dresden-concept eingereicht werden. Die Antragsunterlagen sind auf www.dresden-concept.de abrufbar.

Am 1. Juli findet um 18 Uhr eine Gedenkkundgebung anlässlich des Todestages von Marwa El-Sherbini vor dem Landgericht Dresden in der Lothringer Straße statt. „Das ist ein öffentliches Bekenntnis für das friedliche Zusammenleben aller hier lebenden Menschen - unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit“, rief Köpping zu der Kundgebung auf.

Die schwangere El-Sherbini war am 1. Juli 2009 Zeugin in einer Berufungsverhandlung wegen rassistischer Beleidigung. Nach ihrer Aussage wurde sie vom Angeklagten im Gerichtssaal erstochen. Der Täter wurde später wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.

dpa/wt

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