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Sachsen deutschlandweites Schlusslicht bei der Bezahlung – Leipziger Lehrer streiken

Sachsen deutschlandweites Schlusslicht bei der Bezahlung – Leipziger Lehrer streiken

Unter diesem Motto streikten am Montag Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, allen voran die Lehrer am Dresdner Königsufer. Mehr als 4000 Lehrer, Polizisten und andere Beschäftigte legten ihre Arbeit nieder, um für eine gerechtere Bezahlung zu demonstrieren.

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Quelle: Julia Vollmer

Lehrer sind mehr wert. „Wir sächsischen Lehrer werden unter allen Lehrkräften deutschlandweit am schlechtesten bezahlt. So verdienen wir weniger als die anderen Lehrer in ostdeutschen Bundesländern, wie Thüringen und Sachsen-Anhalt“, erzählt eine Lehrerin aus Trebsen bei Leipzig. „Im letzten Jahr haben wir an unserer Schule drei Referendare ausgebildet. Zwei von ihnen sind nach ihrem Abschluss nach Sachsen-Anhalt gezogen, weil sie dort einfach mehr verdienen.“

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4000 Lehrer streiken am Montag in Dresden für eine gerechtere Bezahlung

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Thomas Voß, Landesleiter bei der Gewerkschaft Verdi, forderte die Lehrer dazu auf, mehr Druck auf den Verhandlungspartner aufzuüben. „Die Verhandlungsführer Finanzminister Unland aus Sachsen und Bullerjahn aus Sachsen-Anhalt müssen den Lehrer ein Angebot machen, dass für sie akzeptabel ist“. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld und 30 Urlaubstage. Außerdem wollen sie erreichen, dass für die Lehrer per Tarifvertrag bundesweit einheitlich geregelt wird, in welche Gehaltsklasse sie eingruppiert werden. Bei steigendem Stress in der Schule müssten allen Lehrer genügend Urlaubstage zugesichert werden, so Voß.

Steffen Winkler, Tarifverantwortlicher des SBB-Beamtenbund und Tarifunion bezeichnete das fehlende Angebot der Verhandlungspartner als „Missachtung der Lehrer“. Winkler forderte in seiner Rede eine Erhöhung der Gehälter für Referendare um 100 Euro und eine garantierte Übernahme der jungen Lehrer nach ihrer Ausbildung im Länderbereich. Der Tarifverantwortliche wies darauf hin, dass die Forderungen der Gewerkschaften seit vier Monaten bei Finanzminister Georg Unland (CDU) vorliegen. „Ich wünsche mir, dass die Verantwortlichen aus den Ministerien am 7. März zur dritten Verhandlungsrunde jede Menge Kompromissbereitschaft mitbringen“, so Winkler.

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6000 Lehrer und andere Angestellte des öffentlichen Dienstes demonstrierten am Königsufer

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Wie Steffen Winkler auf Anfrage von DNN-Online weiter mitteilte, seien auch die Unterschiede in der Tarifgruppierung innerhalb Sachsen sehr groß. Bei gleicher Arbeit würde der Gehaltsunterschied bei Grundschullehrern zwischen den Besoldungsgruppen 9 und 11 bis zu 700 Euro Brutto betragen.

Auch Sabine Gerold, die sächsische Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft (GEW) forderte eine gerechtere Bezahlung für die sächsischen Lehrer. Sachsen sei deutschlandweites Schlusslicht bei der Bezahlung der Lehrkräfte.

„Wir verdienen rund 1000 Euro Netto weniger als unserer Kollegen in den alten Bundesländern“, erzählt eine Diplom-Sportlehrerin aus Leipzig. „Ich kann meinen Job sicher nicht ausüben, bis ich 60 Jahre alt bin und so fordere ich jetzt eine gerechtere Bezahlung. Mit meiner Ausbildung bin ich für den Sportuntereicht ja sogar höher qualifiziert als „normale“ Grundschullehrer“.

Julia Vollmer

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