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Religionen kinderleicht erklärt

Kinder-Uni an der TU Dresden Religionen kinderleicht erklärt

Woran glauben die Menschen dieser Welt, wenn sie beten? Glauben sie alle an einen Gott oder gibt es mehrere? Und warum gibt es Kriege um die vermeintlich richtige Religion? Die 500 kleinen Studenten der Kinder-Uni hatten sich am Dienstag viel vorgenommen.

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Prof. Roland Biewald erklärte den kleinen Studenten die Unterschiede der Weltreligionen und zeigte, wo sie in Dresden zu finden sind.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Woran glauben die Menschen dieser Welt, wenn sie beten? Glauben sie alle an einen Gott oder gibt es mehrere? Und warum gibt es Kriege um die vermeintlich richtige Religion? Die 500 kleinen Studenten der Kinder-Uni hatten sich am Dienstag viel vorgenommen, denn die Religionen der Welt standen auf dem Vorlesungsplan des Sommersemesters. Professor Roland Biewald vom Institut für Evangelische Theologie der Technischen Universität (TU) veranschaulichte den Jungforschern die Vielfalt der Religionen und wo sie in Dresden zu finden sind.

Im Deutschen Hygiene-Museum trappelten die Jungforscher zu Beginn der Vorlesung mit ihren Füßen auf den Boden. In dieser sollte einer Frage auf den Grund gegangen werden: Woran glauben Kristin, Josua, Ali, Tuyet und all die anderen, wenn sie beten? Die Mehrheit der kleinen Zuhörer belegt das Fach Religion in der Schule, deshalb wussten sie bereits bestens Bescheid und konnten auf Anhieb mehrere Religionen benennen.

Die Welt ist bunt. Die Menschen, die auf ihr leben, auch. Nicht nur, weil sie verschiedene Haut- und Haarfarben, Gesichter und Kleider haben, sondern auch, weil sie unterschiedlich denken. So gibt es verschiedene Denkweisen über den Ursprung der Welt, den Sinn des Lebens und was Glück ist. Viele Menschen versuchen, Antworten auf diese Fragen im Glauben zu finden. „Alle Religionen sind in verschiedenen Teilen der Welt entstanden“, erklärte Biewald. „Ich hole sie für euch heute nach Dresden.“

Anhand von vier Religionen – Christentum, Judentum, Islam und Bahá’í – veranschaulichte der Professor den Jungstudenten, wie unterschiedlich der Glaube ausgelegt und gelebt werden kann. Ob ein oder mehrere Götter verehrt werden und welche Symbole und Gebete für die jeweilige Religion wichtig sind. Vier junge Dresdner sprachen in Videosequenzen über ihren Glauben. Außerdem zeigte Biewald, wo man diese Religionsgemeinschaften in der Landeshauptstadt finden kann. So ist die Frauenkirche ein Gebetsort für Christen, die Synagoge hingegen für jüdische Gläubige.

Zum Ende der Vorlesung stand eine Frage im Raum: „Können sich die Religionen nicht vertragen?“ Bei über 1000 Glaubensgemeinschaften auf der ganzen Welt gibt es immer wieder Kriege darum, welche die „Richtige“ ist. Professor Biewald ließ dazu seine vier Dresdner sprechen. „Ich kann mir nicht erklären, wieso Menschen im Namen Gottes töten“, sagt Oskar, der dem Christentum angehört. „Meiner Ansicht nach gibt es nur eine Religion auf der Welt – sie hat nur unterschiedliche Namen. Töten muss man dafür nicht“, sagte Pascal, der zur Glaubensgemeinschaft Bahá’í gehört.

Bei der nächsten Vorlesung werden die Teilnehmer der Kinder-Uni in einem richtigen Hörsaal der TU die Plätze der erwachsenen Studenten einnehmen. Dann lernen sie vom Gedächtnisweltmeister Johannes Mallow aus Magdeburg, wie sie den Spickzettel am besten in ihren Kopf bekommen.

Von Juliane Just

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